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Black Metal

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Black Metal ist eine Subkultur des Metal, die in den 1980er Jahren entstand und sich insbesondere in Norwegen und Schweden und daraufhin in Nord- und Mitteleuropa rasch ausbreitete.

Der Begriff wurde ursprünglich für Metalbands mit satanistischen Texten verwendet.[1][2] Seit den 1990er-Jahren wird außerdem eine musikalische Definition angewandt,[3] die sich an der Spielweise der norwegischen Szene orientiert und auch Bands mit heidnischen, nihilistischen oder misanthropischen Inhalten betrifft und von vielen traditionellen Anhängern abgelehnt wird.[3] Die musikalische Definition bezieht sich in der Regel auf den gutturalen Gesang,[3] der von sehr hohem „Schreien“ bis hin zu tiefem „Gekrächze“ reichen kann, eine rohe Produktion[3](„lo-fi“), und im Gegensatz zum Death Metal nicht tiefer gestimmte E-Gitarren.[3] Beim Gitarrenspiel überwiegen monotone Riffs. Am Schlagzeug dominieren (außer in langsamen Passagen) Doublebass und Blastbeats. Vereinzelt werden unter anderem auch Tasteninstrumente zum Aufbau eher orchestraler Momente verwendet. Diese Definition umfasst jedoch den jeweiligen Stil zahlreicher Black-Metal-Bands nicht; zu dieser Zeit hatten neben der norwegischen unter anderem auch die griechische und finnische Szene eigene Stile entwickelt.[4]

Der Szene lastet der Ruf an, von Menschen mit nationalistischer, nationalsozialistischer, rassistischer oder zumindest ausgeprägter patriotischer Einstellung dominiert zu werden, dies vor allem aufgrund einiger Zeitungsartikel und Äußerungen einzelner Musiker sowie der in den 1990er-Jahren aus Teilen der Szene hervorgegangenen NSBM-Strömung. Von Außenstehenden wird die Szene hauptsächlich wegen krimineller Akte, die von Mitgliedern der Szene verübt wurden, wahrgenommen. So werden primär die verurteilten Mörder und Rechtsextremisten Varg Vikernes und Hendrik Möbus sowie zahlreiche Kirchenbrandstiftungen in Norwegen mit dem Black Metal assoziiert.[5][6] Außerdem wird der Szene oftmals vorgeworfen, sich nicht deutlich genug von Bands mit nationalsozialistischer Gesinnung zu distanzieren beziehungsweise diese sogar zu dulden.

Entwicklung und Geschichte

Vorreiter

Der Begriff Black Metal tauchte erstmals 1980 im Titel der ersten Demoaufnahme der Band Holy Moses, Black Metal Masters, auf. Allerdings gilt Venom mit dem 1982 veröffentlichten Album Black Metal als Namensgeber und Initiator. Venom kokettierte mit Satanismus, ihr Stil war technisch simpler, der Gesang und die Produktion weniger klar als damals im Metal üblich. Die Bandmitglieder verwendeten Pseudonyme (Cronos, Mantas und Abaddon), was für die damalige Zeit ebenfalls unüblich war, im Black Metal jedoch zum Normalfall wurde.

Im gleichen Jahr veröffentlichte auch die dänische Band Mercyful Fate ihre gleichnamige erste EP. Musikalisch hatte die Band aufgrund ihrer Einflüsse aus dem Progressive Rock,[7] dem epischen Hard Rock der 1970er Jahre[8] und dem traditionellen Heavy Metal sowie des Gesangs von King Diamond im Falsett wenig Gemeinsamkeiten mit dem späteren Black Metal und wurde seltener kopiert als andere Vorreiter, „obwohl ihr Einfluss auf das Genre gar nicht genug gewürdigt werden kann“.[8] Diamond bemalte sein Gesicht mit einer frühen Form des Corpsepaint und setzte Bühneneffekte wie die „explodierende Nonne“ am Ende von Auftritten oder das brennende Kreuz bei einem Auftritt in Amsterdam um 1983 ein; bei einem Auftritt hielt die Band auf der Bühne eine Schwarze Messe ab, für die sie das Blut ihres Managers Ole Bang nutzte.[7] Durch ihr „gehobenes Tempo, eine aggressive Leadgitarre, packende Harmonien, rhythmisch variables Songwriting und diese düstere Atmosphäre, die Demon und Witchfinder General blass aussehen ließ“, sorgte die Band mit ihrer EP „nach nur einem Jahr gemeinsamer semi-professioneller Demoaufnahmen für Furore“. Während Diamond seine satanischen Texte später „auf ein wesentlich höheres sprachliches Niveau bringen“ sollte, war Nuns Have No Fun „nicht weniger explizit als der frühe Venom-Stoff“. 1983 folgte das Debüt Melissa; aufgrund der Hard-Rock-Einflüsse sind „[d]ie Twin-Gitarren des Openers ‚Evil‘ […] eher an Thin Lizzy als an Iron Maiden angelehnt, auch das Riffing zeigt noch Querverweise speziell zu britischen Institutionen. Das ‚Into The Coven‘-Intro flirtet mit Klassikmelodien.“ Zur atmosphärischen Gestaltung von Don’t Break the Oath wurden außerdem läutende Glocken, sphärische Keyboards, Regengeräusche und eine Kirchenorgel eingesetzt.[8]

1984 veröffentlichte die schwedische Band Bathory ihr gleichnamiges Debüt-Album, mit dem der typische Krächzgesang aufkam und dessen roher Proberaum-Klang den Standard des „schmutzigen“ Klangs setzte, der dem Black Metal seither eigen ist. Bald begann dieser neue Stil sich vor allem in Skandinavien zu verbreiten. Fenriz von Darkthrone beschrieb die Gitarrenspieltechnik, die Quorthon auf dem 1987er Album Under the Sign of the Black Mark erstmals verwendete, als wegweisend für das, was später als norwegischer Black-Metal-Stil bezeichnet wurde.[9]

Ebenfalls als Einflüsse der späteren Black-Metal-Bewegung zählen die venom-inspirierten Werke von Hellhammer und die ersten Alben ihrer Nachfolgeband Celtic Frost, bei der ebenfalls eine frühe Form des Corpsepaint zu finden ist. Für Martin „Ain“ Stricker von Celtic Frost war Corpsepaint verbunden mit Lederkleidung und Patronengurten Ausdruck eines Selbstfindungsprozesses als Ausweg aus seiner streng katholischen Erziehung.[10] Mirai Kawashima bezeichnet ihr Album Into the Pandemonium von 1987, das damals von zahlreichen Fans negativ aufgenommen wurde, zusammen mit Bathorys Under the Sign of the Black Mark als Schablone des heutigen Black Metal und wichtigen Einfluss für seine Band Sigh.[11] Ebenfalls einflussreich und laut Øystein „Euronymous“ Aarseth unterschätzt waren die westdeutschen Bands Sodom und Destruction.[12] Euronymous’ Band Mayhem veröffentlichte 1986 ihr in extrem schlechter Tonqualität und mit kaum hörbarem Gesang aufgenommenes erstes Demo Pure Fucking Armageddon, das als besonders extrem galt und von Metalion im Slayer als „the goriest demo ever“ bezeichnet wurde.[13] Diese und einige weitere Bands wie Bulldozer werden allgemein als „erste Welle des Black Metal“ bezeichnet. Bis auf ihr satanisches Auftreten und entsprechende Texte hatten die meisten dieser Bands jedoch wenig gemein und konstituierten keine eigene Szene oder Sub-Szene.

Die satanistischen Bezüge waren meist wenig ernsthaft. Thomas „Warrior“ Fischer und Martin Stricker von Celtic Frost hatten die Veröffentlichungen von Anton Szandor LaVey gelesen und Kontakte zu einer der sich Grotten nennenden Untergruppe der Church of Satan. Allerdings standen sie jeder Form organisierter Religion ablehnend gegenüber, sahen die Theorien LaVeys sehr kritisch und hielten sie teilweise für aberwitzig. Das satanistische Image war für die Musiker Ausdruck von Individualismus und Rebellion, ohne dass sie sich einer bestimmten organisierten Strömung zugehörig fühlten.[14] Das satanistische Image der amerikanischen Band Possessed hatte keinen ernstgemeinten Hintergrund[15], bis auf den Sänger und Gitarristen Ler LaLonde waren alle Musiker der Band katholisch erzogen; Gitarrist Jeff Beccera erklärte, dass er nicht sicher sei, ob es einen Gott oder Satan gebe, er sich aber für Satanismus und Okkultismus interessiere und Bücher mit Hell (‚Hölle‘) im Titel sammle.[15] Zudem hätten viele Musiker der Szene Mitte der 1980er Jahre ein okkultes Image gepflegt, ohne viel darüber zu wissen.[16] Die Band Venom erklärte in einem Interview 1985, dass sie weder „Satanismus, Okkultismus, die Hexerei oder sonst etwas“ verkünde und dass „Rock'n'Roll […] im Grunde genommen Entertainment [ist] und sonst gar nichts“.[17] Auch Running Wild griff anfangs ein satanisches Image auf und wurde deshalb dem Black Metal zugeordnet;[18][19] der damalige Gitarrist Gerald „Preacher“ Warnecke studierte zur Zeit des Debütalbums Gates to Purgatory allerdings Theologie und wurde später evangelischer Pfarrer in Köln.[20] Rolf „Rock ’n’ Rolf“ Kasparek erklärte allerdings, er sei nicht religiös, und dass es für die Band eher ein politisches Symbol und der Teufel keine böse Figur gewesen sei, sondern ein Rebell, der alles in Frage stelle. Er halte das Spiel mit esoterischen Dingen jedoch für gefährlich. Da dies missverstanden wurde, wurden die Texte auf ihrem zweiten Album Branded and Exiled etwas klarer.[21] Mit dem dritten Album Under Jolly Roger griff Running Wild schließlich ein neues Image auf und sang stattdessen über Piraten.

Eine Ausnahme stellte King Diamond, der Sänger von Mercyful Fate, dar. Er bezeichnete LaVeys Satanische Bibel als Inspirationsquelle, für ihn war Satanismus ein Lebensstil und das Wort Satan von „besondere[r] Bedeutung“.[22] Er wurde Mitglied der Church of Satan[23][24] und von LaVey zum Mitglied auf Lebenszeit ernannt.[23]

Auch Steve Sylvester von der italienischen Band Death SS stellt eine Ausnahme dar; er versteht seine Band als magisches musikalisches Projekt[25], bei deren Gründung ein magisches Ritual vollzogen wurde, das die Band 2006 mit dem Album The Seventh Seal erfüllt hatte.[25] Die Wiedervereinigung von 1988 verband er mit einem satanistischen Eid.[25] Sylvester war lange Zeit Mitglied des Ordo Templi Orientis,[25] über dessen italienischen Ableger er die Aufsicht hatte[26]. Außerdem findet sich auf der EP Let the Sabbath Begin das von LaVey geschriebene Hymn of the Satanic Empire, or The Battle Hymn of the Apocalypse als Hommage an diesen.[27]

Für die heutige Black-Metal-Subkultur maßgeblich war allerdings die Szene, die sich ab den späten 1980er Jahren entwickelte, insbesondere die norwegische.

Ende der ersten Welle

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre verlor die erste Welle des Black Metal zunehmend an Bedeutung. Die maßgeblichen Bands veränderten Stil und Image, während der neu entstehende (und teilweise auf die gleichen Bands zurückgehende) Death Metal an Popularität gewann. Bathory begründete damit in den späten 1980er Jahren auch den Viking Metal, der die nordische Mythologie thematisiert. Dennoch entstanden auch in dieser Zeit neue Bands, darunter zahlreiche lateinamerikanische wie Sarcófago (die die Webseite Metal Storm als erste Band mit „richtigem“ Corpsepaint bezeichnet[28]), Parabellum und Reencarnacion, und ein paar wegweisende Tonträger, wie Sarcófagos Debüt I.N.R.I., die erste EP Deathcrush der norwegischen Band Mayhem (beide 1987), Tormentors zweites Demo Anno Domini (1988) und die erste EP Medieval Prophecy von Samael aus der Schweiz; teilweise wurden auch sie dem Death Metal zugeordnet (so bezeichnete der Mayhem-Gitarrist Euronymous die Musik seiner Band damals als „Total Death Metal“). Für den Kawir-Gründer Therthonax gab es nur in Norwegen und Griechenland Szenen, wobei die norwegischen Musiker sich gegenseitig mehr unterstützten; er sieht diese beiden Szenen als Initiatoren des Black Metal.[29] Allerdings entwickelten auch die neu entstehenden Bands in anderen Regionen regionale, eigene Spielarten, wenngleich heutige Bands vor allem von norwegischen Bands beeinflusst sind, die durch ihre außermusikalischen Aktivitäten zusätzliche Aufmerksamkeit erlangten.

Zu den ersten schwedischen Black-Metal-Bands gehören Abruptum, Ophthalamia und Dissection, zu den ersten finnischen Bands Beherit, Goat Vulva und Impaled Nazarene. In Belgien wurde 1989 die Band Ancient Rites gegründet, in den USA erste Bands wie Goatlord, Nocturnal Crypt, Order from Chaos, Toten, VON und Demoncy. In Ostdeutschland bildete sich etwa zur selben Zeit eine große Black-Metal-Untergrundszene mit Bands wie Eminenz, in Westdeutschland gehört Desaster zu den ersten Black-Metal-Bands; der deutsche Black Metal der zweiten Welle erlangte jedoch nie die Aufmerksamkeit, zu der der deutsche Thrash Metal der 1980er Jahre mit Bands wie Destruction und Kreator gekommen war. Auch in den osteuropäischen Ländern entstanden noch zur Sowjetzeit Bands wie Root und Master’s Hammer. Ebenso kamen in Asien neue Bands wie Sigh, Abhorer und Impiety und in Südamerika Gruppen wie Goatpenis, Impurity und Mystifier auf.

1990 erschienen unter anderem das chaotische und minimalistische Debüt der kanadischen Gruppe Blasphemy Fallen Angel of Doom, die einen chaotischeren Black-Metal-Stil vertritt, Roots Debüt Zjevení, und die ersten Demos der Band Abruptum, die eine Art „Anti-Musik“ mit Geräuschkulissen aus gutturalen Schreien, langsamen Gitarren, die zwar metallisch verzerrt sind, aber nur bedingt im traditionellen Sinne gespielt werden,[30] und ambientösem Lärm spielte,[31] die nur bedingt dem Black Metal zuzuordnen ist[32] und zum Death Industrial tendiert, und die ersten drei Beherit-Demos. Auch entstanden neue Bands wie Archgoat, Barathrum (beide Finnland), Profanatica (USA), Carpathian Forest (Norwegen), Nifelheim und Marduk (beide Schweden).

Die „zweite Welle“

Aufmerksamkeit innerhalb der Metal-Szene erregte der Suizid des Mayhem-Sängers Per Yngve „Dead“ Ohlin mit einer Flinte im Jahre 1991; seine Leiche wurde von Euronymous entdeckt, der nicht sofort die Polizei herbeirief, sondern zunächst Fotos von seinem toten Freund und Bandkollegen schoss und herumliegende Schädelsplitter auflas. Diese Schädelsplitter wurden zu Anhängern verarbeitet und an verschiedene Freunde Deads verschickt. Die Fotos von Deads Leichnam sollten für das kommende Album der Band verwendet werden; eines davon erschien später auf dem Cover des Bootleg-Albums The Dawn of the Black Hearts – Live in Sarpsborg, NORWAY 28/2/1990. Thorns veröffentlichte zwei Demos mit wegweisendem Gitarrenspiel; neben Mayhems Gitarrist Euronymous erfand ihr Gitarrist Snorre „Blackthorn“ Ruch das typische norwegische Black-Metal-Riffing[33][34][35][36], in dem Fenriz den eigentlichen Beginn des „New School Black Metal“ sieht.[33] Euronymous, der als „Vater“ der Bewegung und Initiator der sogenannten „zweiten Welle des Black Metal“ gilt, prägte das Gedankengut des Black Metal entscheidend mit und gründete den Plattenladen Helvete, um den herum sich die norwegische Black-Metal-Szene formierte:[37][38] Varg Vikernes, auch bekannt als „Count Grishnackh“, gründete das Ein-Mann-Projekt Burzum, aus der Death-Metal-Band Thou Shalt Suffer ging Emperor hervor; auch Darkthrone und Immortal änderten ihren Stil; letztere Band veröffentlichte noch im selben Jahr ihre erste Single Immortal, die ebenfalls zu den prägenden norwegischen Veröffentlichungen gehörte.[39] Unter Euronymous’ Einfluss grenzten sie sich bewusst vom damals in der Metal-Szene vorherrschenden und als „Trend“ und „Kommerz“ verschrienen Death Metal ab[40]; nur wenige Death-Metal-Bands wie Morbid Angel und Deicide wurden aufgrund ihres satanistischen Auftretens auch dem Black Metal zugeordnet und auch dort populär.[41] Im Zuge ihrer Abgrenzung vom Death Metal wurde beispielsweise mehr Wert auf ein ernsteres Auftreten gelegt[42] und auf typische Elemente des Death Metal verzichtet, beispielsweise das Tieferstimmen der Gitarren, die technisch anspruchsvolle Spielweise vieler Death-Metal-Bands und die tiefen Growls; die norwegischen Bands setzten stattdessen auf rohe und primitive Musik und Produktion mit hohem Gekrächze und Geschrei, das zum Teil übersteuert, verzerrt oder mit Nachhall unterlegt wurde, und trugen so maßgeblich zur Entwicklung eines eigenen norwegischen Black-Metal-Stils bei, der jedoch sowohl von den Musikern als auch den Magazinen und der Szene allgemein erst mit der Zeit als solcher wahrgenommen wurde: Während einige Bands ihre Musik als den „wahren“ Death Metal ansahen[43] und auch in Musikmagazinen oftmals diesem Genre zugeordnet wurden, wohingegen insbesondere die Death-Metal-Bands mit politischen Texten abwertend als „Life Metal“ bezeichnet wurden,[44][45] da Death Metal mit ernsthafter Todesverehrung einhergehen müsse,[44][45][46] rechneten sich andere aufgrund ihrer Texte dem Black Metal zu oder griffen andere Bezeichnungen des eigenen Stils auf; beispielsweise bezeichnete die Band Immortal ihre Musik als „Holocaust Metal“.[40][47] Die Schweizer Band Samael brachte ihr über weite Strecken eher schleppendes Debütalbum Worship Him heraus, Beherit die EP Dawn of Satan’s Millennium und Master’s Hammer das Debütalbum Ritual; Fenriz bezeichnet dieses, wissend um die tschechische Herkunft der Band, dennoch als erstes norwegisches Black-Metal-Album[48][49].

1992 erschienen Darkthrones Album A Blaze in the Northern Sky, das für den norwegischen Black Metal prägend war[39] und darüber hinaus als das erste Album der „zweiten Welle des Black Metal“ gilt, und Vikernes’ Debütalbum Burzum, das ebenfalls den typisch norwegischen Stil prägte,[39] dessen typisches Riffing aufwies[33] und sich durch seine melancholische Atmosphäre vom Klang anderer Bands unterschied; Emperor veröffentlichte das Demo Wrath of the Tyrant und Immortal das Debüt Diabolical Fullmoon Mysticism, das noch sehr an Bathorys Under the Sign of the Black Mark ohne Thrash-Elemente erinnerte[50] und mit seinen Gitarren „einen eingängigen und homogenen bzw. fast schon monotonen Kratzsoundteppich“ bildete, „der rhythmisch durch ein teils treibend-schnelles teils zweitonartiges Schlagzeug belegt ist“[51], und erzeugen mit dem Schlagzeug ein garagenartiges Echo.[52] Zusätzlich entstanden neue Bands wie Gorgoroth, Ancient, Satyricon, Hades und Mysticum, Marduk veröffentlichte das Debüt Dark Endless, Mystifier Wicca, VON das Demo Satanic Blood, Samael Blood Ritual und Master’s Hammer das von der Band als „Black-Metal-Operette in drei Akten“[53] und „erste Black-Metal-Operette der Welt“[54] bezeichnete Album The Jilemnice Occultist. In Deutschland entstanden neue Bands wie Mayhemic Truth, Tsatthoggua, Tha-Norr, Drowned und Aeba.

Die damalige Szene sorgte auch durch Anschläge auf Kirchen und andere Bands für Aufmerksamkeit und bezeichnete ihren Kern als „Inner Circle“ (engl. ‚innerer Kreis‘, manchmal auch „Svarte Sirkel“ bzw. „Black Circle“), der von Øystein „Euronymous“ Aarseth geleitet worden sein soll und dem auch Mitglieder der schwedischen Black-Metal-Szene wie Jon Nödtveidt von Dissection angehört haben sollen.[55] Ein Großteil der Mitglieder verbüßte später langjährige Haftstrafen wegen Mordes, Grabschändungen und Brandstiftungen. Dem „Inner Circle“ wurde zum Beispiel die Brandstiftung an der berühmten Fantoft-Stabkirche in Bergen zur Last gelegt, die am 6. Juni 1992 als erste niederbrannte. Verdächtigt wurde Varg Vikernes, dem die Brandstiftung jedoch nicht nachgewiesen werden konnte. Vikernes äußerte Verehrung für Adolf Hitler, Josef Stalin, Nicolae Ceaușescu sowie andere Diktatoren[56] und fiel ab 1993 durch ein stark von Rassismus und Nationalismus geprägtes Weltbild auf. Aufmerksamkeit erlangte er durch sein Auftreten gegenüber der Presse, mehrere Fälle von Kirchenbrandstiftung, verbale Angriffe gegen andere Black-Metal-Bands wie Profanatica,[57] die Beteiligung an einem Anschlag auf den Gitarristen der „Life-Metal“-Band Therion aus Schweden und angeblich auch durch eine Briefbombe, die an die israelische Band Salem gerichtet war.[58][59] Ebenso wurden andere schwedische „Life-Metal“-Bands bedroht, der Tourbus der britischen Band Paradise Lost im schwedischen Norrköping[60] von Black-Metallern attackiert, die Band war zuvor gewarnt worden.[60] Laut Kerrang! soll die Band in Norwegen angegriffen worden sein (wohingegen der Übergriff in Schweden unerwähnt blieb),[56] im Rock-Hard-Interview mit der Band wird aber nur der Übergriff in Norrköping erwähnt. Auch zwischen norwegischen und finnischen Bands entstand eine Fehde. Die finnische Band Impaled Nazarene wurde bedroht und reagierte darauf mit Beleidigungen der Norweger im Booklet ihres 1993 veröffentlichten Debütalbums Tol Cormpt Norz Norz Norz…, das aus kurzen Stücken in hoher Geschwindigkeit mit teilweise tiefem, verzerrtem Geschrei und kurzen Interludien bestand. Bård „Faust“ Eithun zufolge sollte der Zirkel der Idee nach eine Organisation sein, „die sich hauptsächlich auf illegale Aktivitäten – keine legalen – gründen sollte.“[61] Emperor-Gitarrist Samoth zufolge bestand der Zirkel im Grunde aus dem Umfeld von Euronymous’ Plattenladen Helvete[62]; Anschläge seien mehr oder weniger auf spontaner Basis ausgeführt worden, es habe „keine formellen Treffen“ gegeben.[63] Nachdem Vikernes den „Inner Circle“ in Interviews selbst erwähnt hatte,[64] behauptete er ab der zweiten Hälfte der 1990er Jahre, dieser sei in Wahrheit ein von den Medien aufgebauter Mythos bzw. eine Vision von Euronymous gewesen.[65][66][67][68]

Entsprechende Straftaten gingen daraufhin auch von Teilen der Szenen anderer Länder aus. In Polen etwa entstand der vom norwegischen „Inner Circle“ inspirierte The Temple of the Fullmoon, zu dessen Gründern Nergal von der 1991 gegründeten Band Behemoth, Blasphemous (Veles) und Venom (Xantotol) gehörten.[69] Zum Orden gehörten auch die Bands Infernum, Mysteries, Veles, Fullmoon, Behemoth und Graveland[70], deren Gründer Rob Darken den Temple of the Fullmoon als idealistischere Kopie des norwegischen Zirkels bezeichnete.[71] Die polnischen Bands schufen inspiriert von dem norwegischen Stil einen eigenständigen Klang, der eine harsche Produktion mit düsteren Keyboards und Naturklängen wie Wind und Rabengekrächze kombinierte. Um 1995 zerbrach der Temple of Fullmoon, da es wegen rechtsextremer Inhalte auf Infernums Debütalbum …Taur-Nu-Fuin… zu Ermittlungen der polnischen Polizei kam.[72] Die Band Behemoth wandte sich von der Gruppierung ab, was zu einer feindseligen Haltung des rechtsextremen Flügels führte,[73] während Graveland und Infernum dort zu Ikonen wurden. Die meisten übrigen Bands lösten sich mit der Zeit auf.

Ebenso kam es 1992 zum Mord an einem Homosexuellen in Lillehammer durch Eithun, der in den Bands Thorns und Emperor spielte. Durch ein Interview, das Varg Vikernes einer norwegischen Tageszeitung gab, in dem er die Black-Metal-Szene mit den Kirchenbränden in Verbindung brachte, und einen kurz darauf veröffentlichten, reißerischen Artikel über die Vorgänge innerhalb der norwegischen Black-Metal-Szene im britischen Magazin Kerrang![56] geriet die Szene 1993 ins Blickfeld einer breiteren Öffentlichkeit. Musiker von Bands wie Satyricon, Marduk, Emperor,[74][75] Burzum, Dimmu Borgir[76][77][78] und Darkthrone[75] gaben in Interviews neben gewaltverherrlichenden Aussagen auch solche von sich, in denen sie mit Rassismus und Rechtsextremismus kokettierten und so für den Boykott des Black Metal durch zahlreiche Medien sorgten. Dieser wurde jedoch auch durch verfälschte Interviews ausgelöst, wie das Interview mit Nocturno Culto von Darkthrone im deutschen Rock Hard,[79] das der Redakteur Frank Albrecht, wie er später zugab, „nachgewürzt“ hatte, um die Aussagen drastischer wirken zu lassen.[80] Die rechtsextremen Aussagen der Musiker wurden und werden unterschiedlich gedeutet:[81][82] Vorphalack von Samael erklärt sie sich als zwangsläufige Folge ihrer Versuche, Extreme auf die Spitze zu treiben und Tabus zu brechen. Eine solche Sichtweise sei „von Grund auf völlig falsch“, aber er könne „den Weg in ein solches Loch nachvollziehen“.[83] Dementsprechend waren einige dieser Aussagen eher provokativ als tatsächlich rechtsextrem motiviert,[84] zudem waren sie teilweise diffus und widersprüchlich zu den ebenfalls getätigten, menschen- und lebensfeindlichen Aussagen der Musiker. Andererseits kam es neben solchen Aussagen in Interviews auch zu Anfeindungen gegenüber den Musikern orientalischer Herkunft (z. B. gegenüber Vicotnik von Dødheimsgard und A. Reza von Ulver) durch andere Mitglieder der norwegischen Szene,[85] und einige ihrer Mitglieder gaben später an, in den 1990er Jahren tatsächlich solche Einstellungen gehegt zu haben,[74][86][87] die von Vikernes in die Szene getragen wurden.[82][88]

Ein jähes Ende fand die Szene, als Vikernes seinen einstmaligen Weggefährten Euronymous im August 1993 ermordete. Die ausschlaggebenden Gründe für die Tat bleiben ungewiss. Vikernes wandte sich vom Satanismus hin zum nordischen Heidentum und trat zunehmend offen neonazistisch auf.[82] Sein musikalisches Werk, das erheblichen Einfluss auf den heutigen Black Metal hatte, wird zwar durchaus geachtet,[84] die Person Vikernes wird innerhalb der Szene jedoch unterschiedlich beurteilt. Von einigen Anhängern wird er als Ikone der Subkultur und des (außerhalb Norwegens entstandenen[75]) „National Socialist Black Metal“ (NSBM)[89] betrachtet, andere sehen ihn wegen des Mordes an Euronymous oder seines ideologischen Wandels als Verräter und Schandfleck. Im selben Monat veröffentlichte Vikernes auch sein zweites Album Det som engang var. Satyricon debütierte mit Dark Medieval Times, auf dem sich Black-Metal-Passagen und solche mit Akustikgitarren und Flötenmusik abwechselten, Immortal veröffentlichte das gegenüber dem Vorgänger technischer fortgeschrittenere und weniger extrem gekrächzte Pure Holocaust, Darkthrone Under a Funeral Moon und Mayhem Live in Leipzig, eines der wenigen offiziellen Zeugnisse der Phase mit Dead am Gesang und ebenfalls prägend für den norwegischen Stil.[39] Die griechischen Bands Varathron, Necromantia und Rotting Christ brachten nach mehreren Demos, EPs und den Split-Veröffentlichungen mit Monumentum aus Italien und untereinander (The Black Arts/The Everlasting Sins, 1992) ihre Debütalben His Majesty at the Swamp, Crossing the Fiery Path und Thy Mighty Contract heraus, Beherit das erste offizielle Album Drawing Down the Moon, und Euronymous hatte Abruptums Debüt Obscuritatem advoco amplectère me über sein Label Deathlike Silence Productions veröffentlicht, bevor er ermordet worden war; posthum erschien dort auch das thrash-lastige und sinfonische Debüt Scorn Defeat der japanischen Band Sigh. Dissection debütierte mit dem death-metal-beeinflussten, melodischen The Somberlain und Absu mit dem death-metal-beeinflussten Album Barathrum V.I.T.R.I.O.L., Marduk veröffentlichte Those of the Unlight und Impaled Nazarene Ugra-Karma, auf dem die Band sich vom chaotischen Klang hin zu „etwas klareren, ausgefeilteren Songstrukturen“ entwickelte und „die schroffen Punk- und Grindcore-Akkorde vielerorts durch richtige Riffs ersetzt wurden“; Neuheit auf textlicher Ebene war „ein kruder Kauderwelsch aus Hindu-Mythologie, primitiver Teufelsanbetung und allerlei Perversitäten, die man auf englisch, deutsch, finnisch und sogar sanskrit (!) intoniert.“[90] Mystifier veröffentlichte Göetia und Mysticum erste Demos, auf denen Black Metal und Industrial Metal vermischt wurden.

Ein paar Monate vor Euronymous’ Tod kam es auch in der ostdeutschen Szene zu einem Mordfall: Die Mitglieder der 1992 gegründeten Band Absurd ermordeten ihren Mitschüler Sandro Beyer und wurden dafür 1994 zu Gefängnisstrafen zwischen sechs und acht Jahren verurteilt; während ihrer Haftzeit entwickelte die Band sich zu einem der bekanntesten Vertreter des NSBM, mit dem die deutsche Szene oft assoziiert wird,[91] obwohl sie keinen Black Metal spielte, sondern sich an Oi!, RAC und Horrorpunk orientierte. Der Mord wurde in den Medien reißerisch als „Satansmord von Sondershausen“ bezeichnet, obwohl die Täter keinen wirklichen Bezug zum Satanismus hatten.

1994 erschien eine Vielzahl norwegischer Black-Metal-Alben: Das im Untergrund seit Jahren erwartete erste Mayhem-Album De Mysteriis Dom Sathanas, dessen Veröffentlichung mehrmals verschoben worden war, wurde posthum über Euronymous’ Label herausgebracht. Auf diesem Album wandte der Tormentor-Sänger Attila Csihar neben düsterem und krächzendem Gesang Techniken an, die er von einer Opernsängerin gelernt hatte.[92][93] Auf Euronymous’ Label wurden auch das Enslaved-Debüt Vikingligr Veldi und als letzte Veröffentlichung Abruptums zweites Album In umbra malitiae ambulabo, in aeternum in triumpho tenebraum herausgebracht. Ebenso erschienen das erste Emperor-Album In the Nightside Eclipse, dessen Besetzung mit Ausnahme des Sängers Vegard „Ihsahn“ Tveitan zum Zeitpunkt der Veröffentlichung inhaftiert war, Darkthrones gegenüber den Vorgängern noch minimalistischeres Transilvanian Hunger, Satyricons The Shadowthrone, das Gorgoroth-Debüt Pentagram und Burzums drittes, durchgehend monotones Album ohne Tempo- und mit nur wenigen Riffvariationen, Hvis lyset tar oss. Ulver debütierte mit Bergtatt – Et Eeventyr i 5 Capitler, einer Vermischung von Black Metal und Folk, und das multinationale Projekt Diabolos Rising mit einer Mischung aus Black Metal, Elektro und Industrial Rock auf dem Album 666. In Deutschland entstand eine Welle weiterer Gruppen wie Lunar Aurora, Katharsis, Dark Fortress und Andras. In Russland entstand die als Blazebirth Hall bekannte Szene um die Bands Raven Dark, Forest, Branikald und Rundagor, die durch kriminelle Aktivitäten und eine rechtsextreme Orientierung auffielen.

Entwicklung ab Mitte der 1990er Jahre

Ein Großteil der Mitglieder der frühen norwegischen Szene war 1994 verhaftet und Mayhem nach Euronymous’ Tod aufgelöst worden, womit der dortigen Szene der einstige Bezugspunkt und viele ihrer wichtigsten Bands fehlten. Darkthrone veröffentlichte 1995 mit Panzerfaust ihr letztes als Klassiker geltendes Album.[94][95]

Gruppen wie Emperor und Arcturus oder neuere Bands wie Ved Buens Ende und Dødheimsgard gaben dem Black Metal progressive Elemente, in den Kompositionen ließ sich vor allem bei Emperor oftmals eine Tendenz zum Neoklassizismus ausmachen. Auch viele andere Bands entfernten sich durch neue Einflüsse vom traditionellen Black Metal: Gruppen wie Forgotten Woods und ihr Nebenprojekt Joyless verbanden einen depressiven Black-Metal-Stil mit Einflüssen von Proto- und Post-Punk-Künstlern wie The Velvet Underground und Joy Division, Gruppen wie Moonspell und Tiamat entwickelten sich zu wichtigen Vertretern des seit den frühen 1990er Jahren entstehenden Gothic Metal; andere Gruppen übernahmen zunehmend Einflüsse traditionellerer Metal-Strömungen, elektronische Einflüsse oder entzogen sich dem Metal vollständig, im Fall von Varg Vikernes bis hin zur Leugnung der Existenz einer norwegischen Black-Metal-Szene,[67] und fortan rein elektronische Alben veröffentlichten. Diesen Weg waren bereits der ehemalige Emperor-Bassist Mortiis mit seinem gleichnamigen Soloprojekt und Nuclear Holocausto (Beherit, Suuri Shamaani) gegangen, die nun Ambient- beziehungsweise Dark-Ambient-Alben veröffentlichten. Unter anderem durch Mortiis’ Wechsel zum Industrial-Label Cold Meat Industry, wo 1994 sein zweites Album Ånden som Gjorde Opprør erschien, wurden auch Black-Metaller auf dieses Label aufmerksam, dessen Inhaber infolgedessen in Publikationen wie Slayer oder Nordic Vision interviewt wurde. Auch Blood-Axis-Musiker Michael Moynihan dürfte maßgeblich für das gegenseitige Interesse verantwortlich sein, da er ebenso wie Varg Vikernes, Magus Wampyr Daoloth, David Myatt und Kerry Bolton im Magazin Filosofem publizierte und zahlreiche Black-Metal-Musiker für sein Buch Lords of Chaos interviewte. 1997 erschien ein Sampler namens Souvenirs from Hell, auf dem unter Gruppen beider Szenen wie unter anderem Ulver, Blood Axis, N.A.O.S. und Diabolos Rising erschienen.

Mit einigen musikalischen Entwicklungen ging auch die Kommerzialisierung[96] und in den Augen vieler Anhänger auch der Niedergang des Black Metal diverser Urgesteine der 1990er einher, die sich von früheren Aussagen distanzierten[74] und den Magazinen annäherten, von denen sie zuvor boykottiert worden waren. Die Subkultur erfuhr demnach eine „Invasion“ durch anfangs akzeptierte, im Zuge ihrer kommerziellen Ausrichtung aber abgelehnte Bands wie Dimmu Borgir und Cradle of Filth, die sich im Zuge ihres Erfolges von den Aktivitäten des „Inner Circle“ distanzierten, oder – in Deutschland – Mystic Circle. Deutsche Labels wie Malicious Records, No Colours Records, Solistitium Records und Last Episode veröffentlichten zahlreiche Alben norwegischer Bands, die insbesondere aufgrund ihrer Herkunft hohe Verkaufszahlen erzielten. Mayhem wurde ohne Euronymous erneut aktiv und wandte sich vom Satanismus ab,[97][98] weshalb der Band vorgeworfen wird, sich vom Black Metal abgewandt zu haben[99]. Durch diese Entwicklungen verlor der norwegische Black Metal sein Ansehen im Untergrund, und chartkompatible Bands wie Dimmu Borgir dominierten den Anteil norwegischer Plattenverkäufe.

Der Black-Metal-Untergrund verlagerte sich im Laufe der Jahre immer mehr in andere Länder; viele der osteuropäischen Bands kultivieren in ihren Texten vorchristliches Brauchtum, was sich in einem vermehrten Aufkommen von polnischen NSBM-Bands wie Graveland oder Infernum zuspitzt; insbesondere Griechenland und Polen weisen sehr große und offen radikalisierte NSBM-Szenen auf. Dem NSBM zuzuordnende Bands sind ab der Mitte der 1990er Jahre auszumachen, wo unter anderem Absurds Demo Thuringian Pagan Madness (Deutschland), Legion of Dooms Debütalbum Kingdom of Endless Darkness (Griechenland), Infernums Debüt …Taur-Nu-Fuin… (Polen) und Spear of Longinus’ Demo Nazi Occult Metal (Australien) erschienen; weitere frühe Vertreter dieser Strömung sind unter anderem Grand Belial’s Key (USA), Funeral und Osculum Infame (beide Frankreich). Angehörige dieser Strömung erklären ihr Entstehen als Reaktion auf den Niedergang der Ideale des Black Metal der frühen 1990er[73] oder als logische Konklusion der damaligen Zeit.[100]

Ebenso entstand eine neue Welle von Bands wie Ofermod, Funeral Mist und Malign, die als Reaktion auf den Werdegang der vorigen Generation in ihrer textlichen Beschäftigung mit dem Satanismus weiter ging als diese;[101] Ofermod bezeichnete die eigene Musik als „Orthodox Black Metal“, mit der Selbstbezeichnung als orthodox wollte die Band sich radikal von ihrer Meinung nach falschen Black-Metal-Bands abgrenzen, da sie der Ansicht ist, dass eine Band aus religiösen Satanisten bestehen müsse, um Black Metal zu spielen.[102]

In Deutschland erschienen bei Voices Productions und Kettenhund Records die ersten Alben von Lunar Aurora und Nagelfar, die zu den bekanntesten Vertretern und richtungsweisenden Bands der deutschen Szene gehören.[103] Aus dem Umfeld der inzwischen aufgelösten Band Nagelfar und der Aachener Black-Metal-Szene wurde das Label Ván Records gegründet, wo unter anderem die Bands The Ruins of Beverast, Graupel, Kermania, Truppensturm, Urfaust und The Devil’s Blood unter Vertrag stehen. Die vier erstgenannten Bands sind Bestandteil des Wòd Ván, eines Zusammenschlusses deutscher Bands, der, anders als der norwegische Zirkel, „keine elitäre Bruderschaft darstellen [will], sondern einen losen Zusammenschluss von Individuen, die Hobbys und Ansichten teilen“.[104] Der deutsche Black Metal wird jedoch oftmals mit den „Albernheiten“ von Nargaroth und der NSBM-Szene assoziiert,[91] die sich insbesondere in Thüringen im Absurd-Umfeld herausbildete.

Während die Bands der USA anfangs wenig beachtet wurden und norwegische Black-Metal-Alben dort anfangs fast nur als teure Importe erhältlich waren[105], gewannen US-amerikanische Bands mit der Zeit an Aufmerksamkeit; Michael Moynihan betonte jedoch auch nach dem 1999 stattgefundenen Schulmassaker von Littleton, dessen Täter oft und laut Moynihan fälschlich als Black-Metal-Fans dargestellt wurden,[106] dass es in den Vereinigten Staaten keine Black-Metal-Szene gebe.[107] Wichtig für die Glaubwürdigkeit des US-Untergrundes waren Black Funeral, die NSBM-Band Grand Belial’s Key, Krieg, Demoncy, Black Witchery, Thornspawn und Absu[108], weitere bekannte Vertreter wurden unter anderem Judas Iscariot und Averse Sefira. Trotz einer Gemeinschaft von Black-Metal-Anhängern im Nordosten entstand dort jedoch keine Musikszene; nur wenige Orte boten sich für meist ausländische Black-Metal-Bands an, von denen nur wenige in den Vereinigten Staaten spielten und meist nur vereinzelte Auftritte in den größeren Städten gaben.[109] In den letzten Jahren wurden zusätzlich neuere US-amerikanische Bands wie Xasthur, Leviathan, Nachtmystium, Weakling und das „All-Star“-Projekt Twilight über die Szene hinaus populär, weshalb ihnen Anbiederung an Normalbürger vorgeworfen wird.[110] Ebenfalls für Aufmerksamkeit sorgten die Black-Metal-Parodie Velvet Cacoon und die Gruppe Wolves in the Throne Room, die zwar vom traditionellen Black Metal beeinflusst ist, deren Musiker aber ihre Ursprünge im Punk haben,[111] ökologisch orientierte[112] und linke[112] Ansichten vertreten und Einflüsse aus Postrock und Shoegazing in ihre Musik integrieren. Dieser als Blackgaze bezeichnete Stil erreichte insbesondere mit dem Album Sunbather von Deafheaven 2013 erhöhte Aufmerksamkeit.[113] Auch die 2005 bzw. 2008 gegründeten Bands Liturgy und Krallice verzichten auf szenetypisches Auftreten und entsprechende Ideologie. Krallice betrachten Black Metal als rein musikalische Ausdrucksform,[114] Liturgy wollen mit dem Album Aesthethica nach eigener Aussage die stilistischen Grenzen des Genres erweitern[115] und „Tod und Atrophie“ des traditionellen Black Metal durch „Leben und Hypertrophie“ ersetzen.[116][117] Brad Sanders von Liturgy bezeichnete diese Entwicklung mitunter als Post-Black-Metal, welcher ihm zur Folge ein musikalisches Ideal beschreibt, das sich von der Bedeutung des skandinavischen Black Metals sowie der Ideologie löst und Black Metal als Stilelement ohne nihilistischen, misanthropischen und satanischen Bezug nutzbar macht.[118] Der Ausdruck ist bereits seit den 1990er Jahren für unterschiedliche Gruppen und Entwicklungen gebräuchlich gewesen, etablierte sich jedoch erst in den 2010er Jahren im Zusammenhang mit der Popularität des Blackgaze.

Gedankengut

Im Black Metal vertretenes Gedankengut wird über die Texte und Aussagen in Interviews und Szenepublikationen verbreitet. Trotz der sich dabei ergebenden Unterschiede lassen sich unter den einzelnen Richtungen gemeinsame Grundgedanken finden.

Während die Vorreiter Satanismus oft nur zur Provokation aufgriffen, betrachten einige spätere Szeneanhänger eine ideologische Hinwendung zum Satanismus als für einen Black-Metaller essentiell an das häufige Fehlen einer ernsthaften satanistischen Überzeugung wird der Szene auch von einigen ihr nicht zugehörigen Satanisten vorgeworfen.[123]

Bei einigen Bands beschränkt sich das Aufgreifen des Satanismus auf (meist stark sexualisierte) Blasphemie und radikale antichristliche Äußerungen. Leitfigur Euronymous vertrat die Vorstellung eines leibhaftigen, gehörnten Satan im Sinne der Teufelsanbetung beziehungsweise eines invertierten Christentums.[124][56] Nuclear Holocausto von Beherit wiederum vertrat in den 1990er Jahren Elemente des atheistischen Satanismus nach Anton Szandor LaVey und der von ihm gegründeten Church of Satan (wie die meisten der Nine Satanic Statements),[125] sah die Anti-LaVey-Einstellung der norwegischen Szene als kindisch an[126] und hatte Verbindungen u. a. zu Kerry Boltons Order of the Left Hand Path,[127] hat aber nun „seit Jahren mit satanischen Organisationen nichts mehr zu tun“[128]. Die Church of Satan wird auch vom Misanthropic Luciferian Order, dessen chaos-gnostischer und antikosmischer Satanismus von zahlreichen schwedischen Bands wie Dissection und Arckanum vertreten wird, als nicht genuin satanistisch angesehen und vehement abgelehnt.[123][129] Die Texte und Ideologie der ebenfalls chaos-gnostischen Band Ofermod[120] beschränken sich nicht auf Betrachtungen des Christentums aus satanistischer Perspektive, sondern sind „religiös übergreifend“[130] und integrieren unter anderem auch Elemente aus Judaismus und Hinduismus.[130] Die französische Band Deathspell Omega legt auf ihren Alben Si monvmentvm reqvires, circvmspice und Fas – ite, maledicti, in ignem aeternum einen Schwerpunkt auf die theologischen Aspekte von Gott und Satan sowie das Verhältnis des Menschen zu beiden. Die ebenfalls französische Band Aosoth bezieht sich mit ihrem Namen auf den Order of Nine Angles.[131][132][133][134] Die ersten Aufnahmen (bis Ashes of Angels) waren stark von den Doktrinen des ONA beeinflusst[135], die Band beansprucht aber nicht, diesem anzugehören oder Propaganda für ihn zu betreiben.[136] Die Texte auf Ashes of Angels allerdings schrieb der Sänger MkM in einem ähnlichen Kontext und Prozess wie die für seine andere Band Antaeus.[135][136] Einzelne Black-Metal-Musiker wie Pete Helmkamp (Order from Chaos), Michael W. Ford (Black Funeral), Karl NE (Nåstrond), Jeremy Christner (Great American Desert, Vrolok) und Johan „Shamaatae“ Lahger (Arckanum) haben Bücher zu Esoterik, Magie und Satanismus geschrieben. Während das Klischee satanistischer Opfer auf Friedhöfen vollkommen an der Realität vorbeigeht, erwähnt der ehemalige Emperor-Bassist Tchort Tieropfer in der Szene von Kristiansand.[137]

Von einem Teil der Szene wird das Christentum allgemein als heuchlerisch und als totalitäre Ideologie, die das Individuum durch Moralismus und Obrigkeitshörigkeit einschränken würde, angesehen.[83] Ähnlich dem Death Metal existieren dementsprechend auch im Black Metal Liedtexte, in denen das Töten von Christen beschrieben und propagiert wird.[138] Dies ist jedoch (in den meisten Fällen) keinesfalls konkret, sondern metaphorisch zu verstehen. Einige Angehörige der Szene führen die Entstehung der Szene zum Teil auch darauf zurück, dass Norwegen in den 1980ern sehr christlich-konservativ eingestellt war, was wahrscheinlich zur verschärften Artikulation der ideologischen Abgrenzung führte. Umgekehrt lehnen zahlreiche von ihnen den christlichen Glauben als „Religion der Schwäche“ ab (allgemein wird das Zeigen von Schwäche in der Subkultur tabuisiert), verherrlichen aber die ihm entstammende Inquisition[64] ebenso wie totalitäre Regime und andere Formen von Repression.[56][139][140] Anfang der 1990er war es durchaus nicht verpönt, seine Ablehnung der christlichen Kultur durch Kirchenbrandstiftungen oder Grabschändungen auszudrücken. Christliche Bands, die in Musik und Auftreten Parallelen zum Black Metal zeigen, bilden dementsprechend eine vom satanischen Black Metal weitgehend unabhängige Szene, für die zur Differenzierung teils der Begriff „Unblack Metal“ auftaucht, der auf das Album Hellig usvart der Band Horde zurückgeht.

Der in den Liedtexten immer wieder thematisierte Hass tritt außerdem als allgemeine Misanthropie und Lebensfeindlichkeit in Erscheinung. Teilweise steigert sich dies dazu, jedem Leben den Wert abzuerkennen – auch dem eigenen, was erklärt, weshalb manche Mitglieder der Szene zu autoaggressivem Verhalten neigen. Analog dazu ist Todessehnsucht ein häufiges Motiv des Black Metal, das sich deutlich in den Suiziden von Musikern wie Dead (Mayhem), Cernunnos (Enthroned) und Grim (u. a. Immortal, Borknagar und Gorgoroth) zeigt, sowie in einer Strömung mit Bands wie Shining, Krohm, Hypothermia und Abyssic Hate, deren Texte, Ästhetik und Auftreten sich um Themen wie Suizid, Selbstverstümmelung und selbstverletzendes Verhalten drehen. Auch der depressive Black Metal, wie er von Bands wie Strid, Manes, Burzum und der deutschen Dark-Metal-Band Bethlehem beeinflusst ist, lässt sich hier einordnen.[141][142][143] Diese Strömung wird jedoch von einem Teil der Szene abgelehnt, da sie ihrer Meinung nach im Widerspruch zur ursprünglichen martialischen Ausrichtung steht,[42] und auch Shining-Gründer Niklas Kvarforth selbst betont, dass „hunderte von bedeutungslosen Bands“ seine „Initialvision komplett fehlinterpretiert“ hätten; er habe niemals ein Subgenre erschaffen wollen, „in welchem Idioten ihr Selbstmitleid ausdrücken und ihre Musik als scheiß Form der Therapie nutzen“. Im Gegenteil sei es seine Intention gewesen, „die Musik als Waffe gegen den Hörer zu nutzen, sie erzwungen füttern mit selbst-zerstörerischen und suizidalen Idealen, um damit hoffentlich eine Welle der Unsicherheit zu kreieren“.[144]

Entsprechend wird auch Drogenkonsum aufgrund seiner potentiell schädlichen Auswirkungen mitunter befürwortet[119],[145] einige Mitglieder der norwegischen Szene waren schwere Trinker.[146] Die Alkoholprobleme des Abruptum-Mitglieds Jim „All“ Berger wiederum führten zu dessen Ausschluss aus dem Projekt. Michayah Belfagor (Nefandus, Ofermod) konsumierte einige Jahre lang Heroin, handelte auch damit und empfiehlt auch anderen, diesen Weg einzuschlagen; es sei ein Prozess, der das Individuum stärke. Inzwischen ist diese Phase für ihn jedoch „schon seit Langem passé“; man könne „keine wahre Gnosis unter dem Einfluss von Drogen erreichen“.[46][130][147][148][149] Lord Ahriman von Dark Funeral hingegen ist seit 2002 oder 2003 Nichttrinker[150], ebenso war Varg Vikernes im Gegensatz zu einigen anderen Mitgliedern der frühen norwegischen Szene Nichttrinker.[146]

Der Black Metal greift in vielerlei Hinsicht Elemente der Romantik auf: Neben der Suche nach spiritueller Entfaltung des eigenen Selbst tritt eine generelle Sehnsucht nach der Natur zutage – offen zu sehen an der häufigen Motivgebung verschneiter, nebliger Wälder. Auch ein generelles Interesse an der heimischen Kultur seitens vieler Black-Metal-Anhänger, insbesondere an vorchristlicher Geschichte und Religion, zeugt von Parallelen zur Romantik, die letztlich auch in den romantischen Gemälden Theodor Kittelsens sichtbar wird, die unter anderem von Burzum, Empyrium und Carpathian Forest als Plattencover verwendet wurden. Unter dem Einfluss der sehr patriotischen norwegischen Romantik entdeckten einige Norweger für sich die Religion ihrer Vorfahren wieder. So lautet eine Passage aus dem Lied A Blaze in the Northern Sky von Darkthrone frei übersetzt: „Man brauchte ein Jahrtausend, um uns die Botschaft des Gekreuzigten zu bringen. 1.000 Jahre sind seitdem vergangen; die nächsten 1.000 Jahre sind unser!“, und das Lied Unleashed Axe-Age von der österreichischen Band Abigor handelt von Ragnarök, wobei die behandelten Geschehnisse für die Band „nichts als interessantes thematisches Material“ sind.[151] Auch auf Fantasy beruhende eskapistische Momente treten im Black Metal auf; einige Bands wie Burzum, Summoning und Rivendell befassen sich textlich mit den Büchern des Fantasy-Autors J. R. R. Tolkien.

Bands wie In the Woods… und Enslaved bezogen sich ausschließlich auf das Heidentum ohne Elemente des Satanismus. Ebenso entstand in Deutschland eine Reihe heidnischer Bands wie Falkenbach, Adorned Brood, Tumulus, Bergthron und Menhir. Diesen Weg gingen auch Black Messiah und Andras, die als Black-Metal-Bands gegründet worden waren. Aus der Black-Metal-Szene kapselten sich dementsprechend unter anderem die Substile Pagan Metal und Viking Metal ab. Teilweise artet das Interesse an Romantik und Heidentum in nationalistischen Ideologien aus, was die Entstehung des NSBM begünstigte. Hendrik Möbus von der NSBM-Band Absurd erklärt die Hinwendung zum Heidentum durch eine Bewusstwerdung der sich u. a. in den Kirchenbränden äußernden Emotionen.[100] Bands mit heidnischen Texten, besonders solche, die sich dem Black Metal zuordnen, werden aber vielfach vom Kern der Black-Metal-Szene verachtet[152],[153] der diese als traditionell rein satanisch für sich beansprucht.[121][154] Dasselbe gilt für andere nicht satanische, sich dem Black Metal zuordnende Bands.[121][154] Umgekehrt treffen satanistische Bands bei heidnischen Gruppen oft auf Ablehnung, da diese den Satanismus als Teil des verhassten Christentums betrachten. So lehnt der größte Teil der NSBM-Szene Satanismus als Grundlage des Black Metal ab[155][156][157][158],[159][160] bemüht sich um eine Paganisierung der Szene[160] und bekämpft nicht-heidnische Bands.[160]

Nicht alle Bands greifen auf satanische oder antichristliche Symbolik zurück. Vielen dient die Philosophie Friedrich Nietzsches als eine Quelle der Inspiration, was allerdings auch auf satanisch inspirierte Bands zutrifft (beispielsweise Destroyer – Or About How to Philosophize with the Hammer und Twilight of the Idols (In Conspiracy with Satan) von Gorgoroth, beide benannt nach Nietzsches Götzen-Dämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophiert). Einige Bands spielen den typischen Kriterien entsprechende Musik, ordnen sich aber keineswegs inhaltlich satanischen oder okkulten Richtungen zu; ihre Kategorisierung als Black-Metal-Bands ist daher ein Streitthema. Bei Bands, die dem Black Metal zugeordnet werden, ist ein religiöser Hintergrund aber als allgemein gegeben anzusehen.[161][162]

Ein wichtiges Charakteristikum ist ein gewisser Elitarismus, da man sich als der allgemeinen Masse überlegen ansieht.[163] Einige Bands wie Satyricon oder Gorgoroth treten in ihren Texten und Statements teilweise für sozialdarwinistische Gedanken ein. So meinte King ov Hell (ehemaliger Bassist von Gorgoroth) im Namen seiner Band, dass der Mensch um jeden Preis sich selbst erfüllen muss, selbst wenn dies Mord erfordere.[164]

Black Metal versteht sich als nicht massentaugliche Untergrundmusik und zugleich Lebenseinstellung für Gleichgesinnte. Als Ausdruck dieser abgrenzenden Identität entstand ein Kodex der „Trueness“. Die „Trueness“ eines Black-Metallers stellt den Grad der ideologischen Authentizität dar. Tatsächlich ist der Kodex der „Trueness“ im Black Metal weitaus rigider und ausgeprägter als in anderen Metal-Stilen, weshalb dieser Kodex Opfer vieler szeneninterner und -externer Satiren wurde.

Aus Sicht des Sozialwissenschaftlers Martin Langebach ist Black Metal primär eine „kulturelle Ausdrucksform für eine kulturkritische bis -pessimistische Gesellschaftssicht, die sowohl die Zerstörung der Natur als auch die Macht der Kirche anklagt, ihren Humanismus und Kollektivismus und den Kapitalismus mit seinen Trends und Moden verachtet“. Diesem stellt Black Metal konstitutiv einen „radikalen Nihilismus und Individualismus“ entgegen.[165] Allerdings verherrlichen Black-Metal-Anhänger auch die von der Inquisition oder totalitären Regimen ausgehende Unterdrückung.[64][56][139][140] Benjamin Hedge Olson, der seine Masterarbeit über Vielfalt, Mystik und Identität im Black Metal schrieb, sieht in diesem einen Konflikt zwischen radikalem Individualismus und Gruppenidentität mit dem Versuch, beide Pole simultan zu akzeptieren, und eine Kritik am modernen Rationalismus und Säkularismus.[166][167] Letztlich gibt es auch Black-Metaller, die die Idee einer „Szene“ fundamental ablehnen, da dies dem individualistischen Grundgedanken des Black Metal widersprechen und das Individuum zur Anpassung und Konformation zwingen würde. Auch Aaron Patrick Mulvany schreibt in seiner Masterarbeit, Black Metal könne nicht generell als Szene definiert werden, wenn eine solche über ihren geographischen Raum und eine Gemeinschaft über ihre Mitgliedschaft definiert werde; im Nordosten der Vereinigten Staaten beispielsweise existiert eine ausgeprägte Gemeinschaft, aber kaum Bands und Auftritte und damit keine Musikszene. Der Metal-Untergrund wird in einer Studie von Thomas Gencarelli als global und durch diverse Medien vernetzt beschrieben; in einer Gemeinschaft, in der es mitunter keine Live-Auftritte gibt, bekommen Aufnahmen und andere Kommunikationswege eine zentrale Bedeutung.[109]

Die extreme Ideologie und Symbolik tragen einerseits dafür Sorge, dass der harte Kern der Black-Metal-Szene niemals Massenkompatibilität erreichen wird, andererseits wirken diese in vielerlei Hinsicht auch anziehend auf Jugendliche, die darin einen Weg finden, gegen ihre Umwelt und ihre Eltern zu rebellieren.

Musik

Trotz der verbreiteten Definition durch die Texte[124][44][168] wird von Anhängern und Medien auch eine Erklärung über die Art der Musik vollzogen; diese bezieht sich jedoch meist auf den Stil skandinavischer Bands und umfasst somit nicht die anderen Spielarten. Black Metal wird von Außenstehenden aufgrund vieler gewollter Dissonanzen oft als bloße Kakophonie wahrgenommen. Auch die Charakterisierung der Musik als monoton trifft nicht zwangsläufig zu: Dark Funeral beispielsweise spielt in durchgängig sehr hohem Tempo und wird oft als monoton bezeichnet, Gitarrist Micke „Lord Ahriman“ Svanberg hält aber dagegen, dass „der Teufel bei uns im Detail“ stecke und er die „extreme Aggression äußerst melodisch verpacke“, wodurch sich beide Elemente verstärkten.[169] Burzums Hvis lyset tar oss hingegen ist gewollt durchweg monoton[170] ohne Tempo- und mit nur wenigen Riffvariationen. Anders als beispielsweise im technischen Death Metal oder dem Progressive Metal ist das musikalische Können im Black Metal weniger von Bedeutung als die Atmosphäre.[42][119]

Der Gesang im Black Metal wird häufig als vorrangiges Identifikationsmerkmal herangezogen. Er besteht in der Regel aus Gekrächze oder Schreien, im Unterschied zu den tiefen Growls des Death Metal. Klargesang findet vereinzelt Anwendung, meist im Zusammenhang mit akustischen Passagen. Klarer Frauengesang wird meist abgelehnt, oft in Verbindung mit sexistischen Aussagen.[171] Dementsprechend sind Frauen in der Szene selten und Bands mit einer rein weiblichen Besetzung, wie Ebonsight (Türkei) oder Astarte (Griechenland), Ausnahmen.

Für den Black Metal war seit seiner Erfindung ein schnelles, extrem verzerrtes Gitarrenspiel üblich. Die Gitarren werden zur Differenzierung vom Death Metal kaum bis gar nicht tiefer gestimmt. Durch die gewollte Monotonie vieler Stücke sollen hypnotische Atmosphären kreiert werden;[172] viele Anhänger sehen in der Musik einen Weg zu tiefgehendem spirituellem Erleben. Dementsprechend existiert die Ansicht, Black Metal müsse „allein gehört werden, in Ruhe, ohne Ablenkung, als eine Art Meditation, Konzentration auf das Wesentliche, Verdunkelung der Seele, Abstieg und Fall, Wahnsinn und Tod“.[103]

Die Riffs der Gitarren sind im Allgemeinen relativ simpel; der Fokus liegt vielmehr darauf, sie oft zu wiederholen, was nicht selten auch zur Erzeugung hypnotischer Passagen verwendet wird. Ein gutes Beispiel stellt das Lied Jesu død (bei der deutschen Pressung des Albums Jesus’ Tod [sic!]) von Burzum dar, bei dem dasselbe Riff ständig wiederholt und von einem schnellen, ebenfalls repetitiven Schlagzeugspiel untermalt wird. Auch bei Bands wie VON und Ildjarn oder auf Darkthrones Alben Under a Funeral Moon und Transilvanian Hunger basieren die Lieder auf der ständigen Wiederholung desselben, oft einfachen, Riffs, teilweise variiert und oft von schnellem Schlagzeugspiel begleitet. Im Gegensatz zu anderen Metalstilen werden im Black Metal nicht nur Powerchords verwendet, sondern häufig auch dissonante Intervalle und Akkorde. Durch extreme Einstellmöglichkeiten der Verzerrer der elektroakustischen Gitarrenverstärker entsteht ein Rauschen, das den atonalen Gitarrensound ausmacht, der im Black Metal stilprägend ist. Ein Beispiel ist The Loss and Curse of Reverence von Emperor, in dem die Melodien und Akkorde der Gitarren oftmals nur schwer bis gar nicht zu hören sind.

In harmonischer Hinsicht wenden sich Black-Metal-Bands häufig vom klassischen Kadenzmodell ab. Sehr oft wird auf Dissonanzen zurückgegriffen, die durch eine Verschiebung der Riffs auf eine chromatische oder dissonante Tonstufe erreicht werden. So besteht beispielsweise das Hauptriff des Liedes Beast of Prey von Marduk aus Powerchords auf den chromatischen Tönen fis, g und gis, deren Dreiklänge keinerlei tonale Beziehung zueinander haben, ähnlich ist es bei Dark Funeral. Das Hauptriff von Enriched by Evil besteht aus den Akkorden Dm, A#m und C#m, die zwar ebenfalls keine tonale Verbindung haben, der Musik aber die typische düster-melodische Komponente verleihen. Insgesamt beinhaltet Black Metal sehr starke atonale Elemente, wenngleich auch für Solopassagen und Keyboard-Arrangements häufig auf klassische Modelle für Melodik und Harmonik zurückgegriffen wird; die Lieder auf Nagelfars Hünengrab im Herbst beispielsweise sind in verschieden Moll-Skalen komponiert. Deathspell Omega verwendet zu Beginn des Titellieds ihres Albums Si monvmentvm reqvires, circvmspice die chromatische Tonleiter, was der Musik den chaotischen Charakter gibt, später folgen Arpeggien auf den Akkorden Aadd11+, F#add11+, C7M und G#7M.

Gitarrensoli sind im weitverbreiteten nordischen Black Metal eine seltene Ausnahme, viele Bands der norwegischen Szene und davon beeinflusste Gruppen, z. B. in Deutschland oder Polen, verzichteten gänzlich darauf. Ein kurzes Solo findet sich u. a. auf dem Lied War auf Burzums Debütalbum. In den von der ersten Welle des Black Metal beeinflussten südamerikanischen Szenen finden sich von frühen Bathory und Celtic Frost beeinflusste dissonante Soli, die z. T. mit dem Tremoloarm der Gitarre erzeugt wurden. Auf klassischen Harmonien und traditionellen Spielweisen basierende Soli werden u. a. von Dissection oder Vertretern aus Griechenland gespielt.

Schlagzeug und Gitarre werden nicht selten mit sehr hoher Geschwindigkeit gespielt, es existieren aber auch zahlreiche Black-Metal-Stücke mit eher normalem oder sogar langsamem Tempo sowie zahlreichen Wechseln; als Beispiele lassen sich hier Quintessence (langsames Tempo) oder Kathaarian Life Code (häufige Tempowechsel) von Darkthrone nennen.

Das Schlagzeug wird meist in hohem Tempo gespielt, wobei Doublebass und Blastbeats dominieren; ein konstanter Rhythmus ist ebenfalls nicht unüblich. Ein Beispiel dafür ist das Lied Transilvanian Hunger von Darkthrone, bei dem eine Art Blastbeat im 4/4-Takt, bei dem die große Trommel durchgehend gespielt wird und sich bei jedem ihrer Anschläge Hi-Hat und kleine Trommel abwechseln, über das gesamte Lied beibehalten wird.

Im nordischen Black Metal nimmt der Bass eine zurückhaltende Rolle ein, folgt häufig dem Gitarrenlauf und ist oft kaum bis gar nicht zu hören. Im griechischen Black Metal und bei Bands wie Barathrum hingegen nimmt er eine dominante Rolle ein.

Auch die oftmals bewusst sehr roh belassene Produktion ist charakteristisch. Zahlreiche Klassiker des norwegischen Black Metal (unter anderem von Mayhem, Burzum, Emperor, Gorgoroth, Immortal und Enslaved) entstanden in Eirik „Pytten“ Hundvins Grieghallen Lydstudio und weisen eine dünne Produktion auf.

Der Klang schwedischer Black-Metal-Bands hingegen ist oftmals klarer. Bekannte schwedische Produzenten sind Tore „Necromorbus“ Stjerna (Chaos Omen, Zavorash, Ex-Necromorbus, Ex-Funeral Mist, Ex-Corpus Christii, Ex-Ofermod, Ex-Gastmusiker bei Watain, Averse Sefira und In Aeternum), Dan Swanö und Peter Tägtgren (The Abyss, Ex-War).

Während der norwegische Black Metal meist deutlich vom Death Metal differenzierbar ist, sind im Gegensatz dazu beispielsweise bei Dissection Death- und nordische Black-Metal-Elemente zu hören. Ebenso verbinden neuere Bands wie Ofermod, Watain oder Ondskapt Stilelemente aus beiden Szenen.[173] Bands wie Blasphemy,[96] Bestial Warlust und Impiety[96] wiederum sind Vertreter eines chaotischen, vom Grindcore beeinflussten Stils, der von einigen seiner Vertreter sowie in Publikationen auch als „War Metal“ oder „War Black Metal“ bezeichnet wird.[96]

Auch der vor allem von Rotting Christ, Necromantia und Varathron geprägte[174], basslastigere Stil der griechischen Bands weicht stark vom nordischen ab; typischerweise basiert er auf tiefen Heavy-Metal-Riffs, die oftmals langsam gespielt werden, verbunden mit einer dunklen Gesangsstimme (und teilweise geflüsterten Passagen) und oftmals einem charakteristischen Keyboard-Klang, die zusammen eine dunkle Atmosphäre erzeugen sollen.[175] Der griechische Sound ist außerdem von Sakis „Necromayhem“ Tolis und Magus Wampyr Daoloth, die beide unter anderem bei Rotting Christ und Thou Art Lord tätig waren, im Storm-Studio geprägt worden.[29]

Eine weitere Stilvariation ist die Kombination aus Black und Doom Metal. Ein früher Vertreter dieses Stils ist Barathrum; auch die Frühwerke der Band Bethlehem entsprechen stilistisch dieser Mischform, die sich jedoch nicht auf den Satanismus berufen und somit dem Dark Metal zugeordnet werden. Ein bekannterer neuerer Vertreter ist das vom Funeral Doom beeinflusste Projekt Nortt aus Dänemark.

Der atmosphärische Einsatz von Keyboards außerhalb von Intros oder Outros war in den 1980er Jahren unüblich; lediglich Bathory verwendete seltene Keyboardpassagen. Früh wurden dezente Keyboards unter anderem von Carpathian Forest, Burzum und Emperor (auf ihrer Demoaufnahme Wrath of the Tyrant nur vereinzelt, stärker ab der ersten EP Emperor und besonders auf ihrem Debüt In the Nightside Eclipse) aus Norwegen, im griechischen Black Metal sowie in Deutschland vom Projekt Baxaxaxa eingesetzt. Während insbesondere starker Keyboard-Einsatz im Underground verpönt ist, findet dieser aufgrund seiner vom genretypischen Standard abweichenden Klangfarben vor allem im „Mainstream“ zur Erzeugung und Unterstreichung bestimmter Atmosphären Verwendung. So hat das Keyboard bei Limbonic Art eine tragende Rolle bei der Melodieführung. Generell ist die Zuordnung symphonischer und keyboard-lastiger Bands zum Black Metal ein Streitthema. Im Grenzbereich zum Viking- bzw. Pagan Metal kommen gelegentlich auch traditionelle Instrumente, vor allem Holzblasinstrumente hinzu.

Ein stetig wachsender Anteil der „progressiven“ Black-Metaller bemüht sich, Elemente der Musik mit anderen Musikstilen zu verbinden. Nach Emperor folgten das Projekt Peccatum, das mittlerweile fast ganz dem Black Metal entsagt und sich einer Mischung aus Neoklassik und Jazz mit „harten“ Einlagen bedient, und die italienische Gruppe Ephel Duath, die Jazz mit hartem Metal vermischt.

Ebenso gibt es Überschneidungen mit Teilen der Industrial-Szene. Auf frühen Black-Metal-Alben sind instrumentale Intros und Outros zu finden, die zum Ambient und Industrial tendieren (das Outro zu Forest of N’Gai von Rotting Christ ist sogar direkt von Zero Kama übernommen), und bei Bands wie Abruptum Experimente mit Elementen des Death Industrial. Seit den 1990er Jahren existieren Industrial-Projekte aus dem Black-Metal-Umfeld wie Moëvöt, Aäkon Këëtrëh und Darkness Enshroud. Auch Blood-Axis-Musiker Michael Moynihan dürfte maßgeblich für das gegenseitige Interesse verantwortlich sein, da er ebenso wie Varg Vikernes im Magazin Filosofem publizierte und für sein Buch Lords of Chaos Gespräche mit zahlreichen Black-Metal-Musikern führte. Einige Bands vermischen Black Metal mit Dark Ambient und Noise, auch solche, die angeben, selbst keinen Industrial zu hören.[176] Ein frühes Beispiel für die Vermischung von Black Metal mit Dark Ambient stellt Burzums Album Filosofem dar, weitere Vertreter sind unter anderem Xasthur, Blut aus Nord, Vinterriket, Darkspace und Striborg. Diese Black-Metal-/Ambient-„Hybride“ können sowohl naturorientierter wie Vinterriket ausfallen oder „astraler“, wie Darkspace. Das Ergebnis kann aber auch bei ein und derselben Band zwischen verstörenderem, industrial-lastigerem Klang[177] und black-metal-lastigerer Ausrichtung[178] schwanken. Musiker wie Mikko Aspa und Nordvargr wiederum sind in beiden Szenen in mehreren bekannten Projekten aktiv.

Das Einbringen von Ambient-Elementen in den Black Metal wird zeitweilig auf Einflüsse deutscher Elektronik-Musiker wie Klaus Schulze oder Conrad Schnitzler zurückgeführt. So verwendeten Mayhem auf ihrem Demo Deathcrush die Schnitzler-Komposition Silvester Anfang als Intro; Mayhem-Gitarrist Øystein Aarseth hatte Schnitzler zuvor in Berlin besucht und die persönliche Erlaubnis zur Verwendung dieses Stücks erhalten. Ein weiteres direktes Beispiel ist das Fenriz-Projekt Neptune Towers, das sich direkt auf Klaus Schulze und dessen frühere Band Tangerine Dream sowie Kraftwerk als Vorbilder beruft.

Eine Verbindung von Black-Metal- und Industrial-Rock-/-Metal-Einflüssen existiert seit Beginn der 1990er Jahre durch Bands wie Mysticum aus Norwegen oder das multinationale Seitenprojekt Diabolos Rising von Mika Luttinen (Impaled Nazarene) und Magus Wampyr Daoloth (Necromantia).

Eine neuere Entwicklung ist die Vermischung von Black-Metal- und Postrock- oder Shoegazing-Elementen durch Bands wie Alcest, Wolves in the Throne Room und Caïna.

In Bezug auf Fremdeinflüsse zeigt sich die Black-Metal-Szene wesentlich rigider in ihren „Reinheits“-Vorstellungen als die traditionelle Metal-Szene. Bands, die „versuchen[,] auf Teufel komm raus innovativ oder originell zu scheinen, anstelle einfach nur ehrlich zu sein“ und sich dabei dem Black Metal zuordnen, werden häufig genau deswegen abgelehnt.[121] Innerhalb der Szene ist diesbezüglich jedoch auch eine Diskussion im Gange. Während die eine Partei gegen jegliche Abweichung sturmläuft, kritisiert die andere, dass die Ablehnung von Entwicklung „genau das Gegenteil von dem, was Black Metal ursprünglich war“[179], sei; Alben wie Mayhems Debüt De Mysteriis Dom Sathanas, auf die sich die Szene beriefen, seien schließlich auch „etwas […] revolutionäres und neues, was es so vorher nicht gegeben hat, gewesen.“[179] Innovation sei „sogar unausweichlich, wenn das Genre nicht wie z. B. Punk oder Rock'n'Roll an sich selber ersticken will.“[180] Forciert durch jene Meinungsverschiedenheiten entstanden für Bands, die Black-Metal-Elemente mit Fremdeinflüssen verbinden, alternative Bezeichnungen wie zum Beispiel Dark Metal. Dazu gehören u. a. Bands wie Cradle of Filth, Dimmu Borgir, Agathodaimon, Bethlehem, Eisregen, Mystic Circle und Nocte Obducta.

Auftreten

Image und äußere Erscheinung spielen in der Szene eine relativ große Rolle. Aufgrund des satanischen Hintergrunds wurde ein düsteres, teils beabsichtigt abschreckendes Erscheinungsbild gewählt, was durch schwarze (Leder-)Kleidung, Nietenschmuck und Patronengurte verdeutlicht wird; auch die meist langen Haare werden oft schwarz gefärbt. Accessoires wie Drudenfüße und Petruskreuze sind üblich, ebenso das Posieren mit mittelalterlichen Waffen wie Schwertern, Äxten oder Stachelkeulen.

Häufig findet sich bei Musikern, seltener bei Fans eine als Corpsepaint (oder auch Warpaint) bezeichnete, meist schwarz-weiße Gesichtsbemalung wieder. Aufgrund der verwendeten Farben wird oftmals eine Analogie zur Hard-Rock-Band Kiss hergestellt. Dass diese Herleitung falsch ist, zeigt sich bereits in den Unterschieden im Bemalungsstil und den verwendeten Motiven. Gelegentlich verwenden die Black-Metaller zur Schminke auch Kunst- oder echtes Blut. Die Gesichtsbemalung wird in der Regel ausschließlich auf Promo-Bildern und bei Liveauftritten von Bands verwendet, sofern sie überhaupt auftreten; viele Black-Metal-Bands geben generell keine Auftritte, unabhängig davon, ob es sich um Ein- oder Zwei-Mann-Projekte handelt oder nicht; diese engagieren, wenn sie auftreten, dafür Gastmusiker. Einige Szenemitglieder vertreten die Ansicht, Black Metal gehöre „[g]enerell […] nicht auf die Bühne“ und müsse „allein gehört werden“.[103]

In der Regel verwenden die Musiker und anderen aktiven Szenemitglieder Pseudonyme, die oft mit Herrschafts- oder Adelsbezeichnungen oder -prädikaten verbunden sind. Diese sollen die Musik und die Ideologie unterstreichen (Infernus) und finden ihren Ursprung oft in jüdischer oder christlicher Dämonologie (Baron von Abaddon, Legion), nordischer (Fenriz), griechischer (z. B. Zephyrous), babylonischer/sumerischer oder anderer nicht-christlicher Mythologie oder in den Büchern J. R. R. Tolkiens (Count Grishnackh, Shagrath).

Kritik

Auch innerhalb der Metal-Subkultur selbst „genießt“ der Black Metal einen zweifelhaften Ruf. Die Art von Ethik, auf die diese Kritik zurückgreift, besitzt in den Augen der dadurch Angegriffenen allerdings keinerlei Relevanz. Aus Sicht seiner Kritiker mutet das Gedankengut, das über die Texte und Aussagen in Interviews und Szenepublikationen befördert wird, extrem und befremdlich an; Black-Metaller erscheinen selbst aus der Sicht anderer Metaller oft als sonderbare Personen. Es ist unbedingt anzumerken, dass die oben erklärte Ideologie nicht unbedingt auf jeden Szenegänger zu übertragen ist. Einige akzeptieren das vermittelte Gedankengut nur zu einem gewissen Grad, viele Fans machen einen Unterschied zwischen den Einstellungen und der Musik jener Bands; während sie einerseits das künstlerische Schaffen dieser Gruppen schätzen, klammern sie den Rest dieser Persönlichkeiten aus und dulden somit auch NSBM-Bands. Andererseits werden NSBM-Bands und ähnliches häufig ganz boykottiert.

Ein Hauptangriffspunkt liegt oft darin, dass viele Black-Metal-Bands in ihren Texten und ihren Aussagen mit Themengebieten wie Krieg, Nationalsozialismus, Rassismus und generell allen Arten des Tötens in einer scheinbar inflationären und unbekümmert-unreflektierten Weise hantieren. Selbst wenn dies nicht aus Überzeugung, sondern „nur“ aus Provokation geschieht, werde die Brisanz dieser Thematiken auf gefährliche Art und Weise von ihnen verharmlost. So wird der Band Marduk häufig Kriegsverherrlichung vorgeworfen, was diese auch nur halbherzig zu dementieren versucht.

Entsprechende Aussagen wurden teilweise auch von der „Prominenz“ der Szene getätigt. So ließ der Norweger Jan Axel „Hellhammer“ Blomberg (u. a. Mayhem, Arcturus, Dimmu Borgir) des Öfteren verlauten, Black Metal sei „etwas für Weiße“[181] und forderte, „daß Norwegen wieder ein ausländerfreies Land wird“; er möge keine Ausländer, und Norwegen solle „wieder von nur einer Rasse bewohnt werden. Die Vermischung verschiedener Rassen“ erzeuge „lediglich Probleme“.[182] Von Mitgliedern weiterer Bands wie Darkthrone,[75] Emperor[74][75] oder Satyricon,[75] die als „Szene-Ikonen“ gelten, sind ebenfalls derartige Äußerungen bekannt, die in den 1990er Jahren getätigt wurden. Beispielsweise wurde im Metal-Magazin Legacy unter der Überschrift Polnischer Stolz ein Interview mit Graveland abgedruckt, in dem eindeutig nationalistische und rassistische Aussagen Verwendung fanden. Besonders einzelne Musiker verdeutlichen die Existenz dieser Problematik entscheidend; war es früher noch der rechtsradikale Varg Vikernes, so wurde beispielsweise der in mehrere Verbrechen verwickelte Ex-Sänger von Gorgoroth, Gaahl, im Mai 2004 zu einer 14-monatigen Haftstrafe und einer Geldstrafe in Höhe von 190.000 norwegischen Kronen verurteilt, nachdem er einen Mann verprügelt hatte und danach bedroht haben soll; Gaahl selbst stellt seine Tat als Selbstverteidigung dar.[183] Angesichts der Tatsache, dass es nicht nur von seiner Band regelmäßig Skandale zu hören gibt und viele Musiker auf eine immer extremere Selbstdarstellung zurückgreifen, wird vielen der Black-Metaller eine getrübte Sicht der Realität nachgesagt.

Jedoch sind sich vor allem Black-Metal-Anhänger selbst dieser Kritik bewusst und stellen sich entschieden dagegen. Einstige zweifelhafte Behauptungen von Emperor- und Darkthrone-Mitgliedern sind seit Jahren dementiert, die vorherrschende Einstellung gegenüber der Black-Metal-Philosophie ist, dass sie unpolitisch bleiben muss.


Quelle: Wikipedia

English

Black metal is an extreme subgenre and subculture of heavy metal music. Common traits include fast tempos, shrieking (sometimes growling or both) vocal style,[6][7][8] heavily distorted guitars played with tremolo picking, raw (lo-fi) recording, unconventional song structures, and an emphasis on atmosphere, though many other characteristics and techniques may be employed. Artists often appear in corpse paint and adopt pseudonyms.

During the 1980s, several thrash and death metal bands formed a prototype for black metal.[1] This so-called first wave included bands such as Venom, Bathory, Mercyful Fate, Hellhammer and Celtic Frost.[9] A second wave arose in the early 1990s, spearheaded by Norwegian bands such as Mayhem, Darkthrone, Burzum, Gorgoroth, Immortal and Emperor. The early Norwegian black metal scene developed the style of their forebears into a distinct genre. Norwegian-inspired black metal scenes emerged throughout Europe and North America, although some other scenes developed their own styles independently. Some prominent Swedish bands spawned during this second wave. Bands such as Marduk, Nifelheim and Dark Funeral are notable examples.[10]

Initially a synonym for "Satanic metal,"[11] black metal is often met with hostility from mainstream culture, due to the actions and ideologies associated with it. Many artists express extreme anti-Christian and misanthropic views, advocating various forms of Satanism or ethnic paganism. In the 1990s, members of the scene were responsible for a spate of church burnings and murders. There is also a small neo-Nazi movement within black metal, although it has been shunned by many prominent artists.[10][12][13] Generally, black metal strives to be inaccessible to the mainstream and those who are not committed.

Characteristics

Although contemporary black metal typically refers to the Norwegian style with shrieking vocals and raw production, the term has also been applied to bands with widely differing sounds.[10][15]

Instrumentation

Norwegian-inspired black metal guitarists usually favor high-pitched or trebly guitar tones and heavy distortion.[16] The guitar is usually played with fast, un-muted tremolo picking.[16][17][18] Guitarists often use dissonance—along with specific scales, intervals and chord progressions—to create a sense of dread. The tritone, or flat-fifth, is often used. Guitar solos and low guitar tunings are rare in black metal.[18]

The bass guitar is seldom used to play stand-alone melodies. It is not uncommon for the bass guitar to be muted against the guitar,[18] or for it to homophonically follow the bass lines of the guitar.

While black metal guitar and bass playing are typically (and not undesirably) primitive and non-melodic, the genre's embrace of extremely fast tempos requires both virtuosic technique and physical stamina for its drummers, an approach typified by Dave Lombardo of the thrash metal band Slayer and Hellhammer (née Jan Axel Blomberg) of black metal band Mayhem.[19] The drumming is fast and relies on tools such as double-bass and blast beats to maintain tempos that can sometimes approach 300 beats per minute. Even still, authenticity is still prioritized over technique. "This professionalism has to go," insists well-respected drummer and metal historian Fenriz (née Gylve Fenris Nagell) of the Norwegian black metal band Darkthrone. "I want to de-learn playing drums, I want to play primitive and simple, I don't want to play like a drum solo all the time and make these complicated riffs." [20]

Black metal songs often stray from conventional song structure and often lack clear verse-chorus sections. Instead, many black metal songs contain lengthy and repetitive instrumental sections.

The Greek style—established by Rotting Christ, Necromantia and Varathron[21]—has more traditional heavy metal[22] and death metal[23] traits than Norwegian black metal.

Vocals and lyrics

Traditional black metal bands tend to favor raspy, high-pitched vocals which include techniques such as shrieking, screaming, and snarling,[16][18] a vocal style influenced by Quorthon of Bathory.[24] Death growls, common in the death metal genre, are sometimes used, but less frequently than the characteristic black metal shriek.[25][26]

Black metal lyrics typically attack Christianity and the other institutional religions,[18] often using apocalyptic language. Satanic lyrics are common,[27] and many see them as essential to black metal. For Satanist black metal artists, "Black metal songs are meant to be like Calvinist sermons; deadly serious attempts to unite the true believers".[28] Misanthropy, global catastrophe, war, death, destruction and rebirth are also common themes.[27] Another topic often found in black metal lyrics is that of the wild and extreme aspects and phenomena of the natural world, particularly the wilderness, forests, mountains, winter, storms, and blizzards. Black metal also has a fascination with the distant past. Many bands write about the mythology and folklore of their homelands and promote a revival of pre-Christian, pagan traditions. For more information about black metal lyrics, see the ideology section below.

Imagery and performances

Many bands choose not to play live.[29][30] Many of those who do play live maintain that their performances "are not for entertainment or spectacle. Sincerity, authenticity and extremity are valued above all else."[31] Some bands consider their concerts to be rituals[31] and often make use of stage props and theatrics. Bands such as Mayhem and Gorgoroth are noted for their controversial shows, which have featured impaled animal heads, mock crucifixions, medieval weaponry and band members doused in animal blood.[32] A few vocalists are known for cutting themselves while singing onstage.[specify]

Black metal artists often appear dressed in black with combat boots, bullet belts, spiked wristbands[27] and inverted crosses and pentagrams to reinforce their anti-Christian or anti-religious stance.[9] However, the most stand-out trait is their use of corpse paint – black and white face paint sometimes mixed with real or fake blood, which is used to create a corpse-like or demonic appearance.

The imagery of black metal reflects its lyrics and ideology. In the early 1990s, most pioneering black metal artists had minimalist album covers featuring xeroxed black-and-white pictures and/or writing.[10] This was partly a reaction against death metal bands, who at that time had begun to use brightly colored album artwork.[10] Many purist black metal artists have continued this style. Black metal album covers are typically dark and tend to be atmospheric or provocative; some feature natural or fantasy landscapes (for example Burzum's Filosofem and Emperor's In the Nightside Eclipse) while others are violent, sexually transgressive, sacrilegious, or iconoclastic (for example Marduk's Fuck Me Jesus and Dimmu Borgir's In Sorte Diaboli).

Production

The earliest black metal artists had very limited resources, which meant that recordings would often be done in homes or basements,[16] giving their recordings a distinctive "lo-fi" quality. However, even when success allowed access to professional studios, many artists instead chose to continue making lo-fi recordings.[18][27] Artists believed that by doing so, they would both stay true to the genre's underground roots as well as make the music sound more "raw" or "cold."[27] An well-known example of this approach is on the album Transilvanian Hunger by Darkthrone, a band whom Johnathan Selzer of Terrorizer magazine says "represent the DIY aspect of black metal."[27] In addition, lo-fi production was employed to continue to make black metal inaccessible or unappealing to mainstream music fans and those who are not committed. Many have claimed that, originally, black metal was intended only for those who were part of a scene and not any mass audience.[27] Vocalist Gaahl said that during its early years, "Black metal was never meant to reach an audience, it was purely for our own satisfaction".[17]

History

The history of black metal presented here follows a classification according to which pioneers like Venom, Bathory and Hellhammer are part of a first wave of black metal, while the artists involved with the early Norwegian scene are part of a "second wave;" especially by Mayhem vocalist, Dead's, suicide,[33] Mayhem's leader, Euronymous, who founded the Norwegian scene after Dead's suicide,[34] and Darkthrone's album A Blaze in the Northern Sky.[35][36][37] There are also other definitions according to which other albums like Sarcófago's I.N.R.I.[38] and Samael's Worship Him[39] began the second wave.

First wave

The first wave of black metal refers to those bands during the 1980s who influenced the black metal sound and formed a prototype for the genre. They were often speed metal or thrash metal bands.[9][40]

The term "black metal" was coined by the English band Venom with their second album Black Metal (1982). Although deemed thrash metal rather than black metal by today's standards,[27] the album's lyrics and imagery focused more on anti-Christian and Satanic themes than any before it. Their music was fast, unpolished in production and with raspy or grunted vocals. Venom's members also adopted pseudonyms, a practice that would become widespread among black metal musicians.

Another major influence on black metal was the Swedish band Bathory. The band, led by Thomas Forsberg (a.k.a. Quorthon), created "the blueprint for Scandinavian black metal".[41] Not only was Bathory's music dark, fast, heavily distorted, lo-fi and with anti-Christian themes, Quorthon was also the first to use the shrieked vocals that came to define black metal.[24] The band played in this style on their first four albums: Bathory (1984), The Return…… (1985), Under the Sign of the Black Mark (1987) and Blood Fire Death (1988). With Blood Fire Death and the two following albums, Bathory pioneered the style that would become known as Viking metal.

Hellhammer, from Switzerland, "made truly raw and brutal music"[42] with Satanic lyrics, and became an important influence on later black metal;[43] "Their simple yet effective riffs and fast guitar sound were groundbreaking, anticipating the later trademark sound of early Swedish death metal".[42] In 1984, members of Hellhammer formed Celtic Frost,[44] whose music "explored more orchestral and experimental territories. The lyrics also became more personal, with topics about inner feelings and majestic stories. But for a couple of years, Celtic Frost was one of the world's most extreme and original metal bands, with a huge impact on the mid-90's black metal scene".[42] Tom G. Warrior of Hellhammer and Celtic Frost credited English hardcore punk band Discharge as "a revolution, much like Venom", saying, "When I heard the first two Discharge records, I was blown away. I was just starting to play an instrument and I had no idea you could go so far."[45]

The Danish band Mercyful Fate influenced the Norwegian scene with their imagery and lyrics.[46] Frontman King Diamond, who wore ghoulish black-and-white facepaint on stage, may be one of the inspirators of what became known as 'corpse paint'. Other acts which adopted a similar appearance on stage were Misfits, Celtic Frost and the Brazilian extreme metal band Sarcófago.[47]

Other artists usually considered part of this movement include Kreator, Sodom and Destruction (from Germany),[48] Bulldozer and Death SS (from Italy),[15] whose vocalist Steve Sylvester was a member of the Ordo Templi Orientis.[49]

End of the first wave

In 1987, in the fifth issue of his Slayer fanzine, Metalion wrote that "the latest fad of black/Satanic bands seems to be over",[50] the tradition being continued by a few bands like Incubus[50] and Morbid Angel[50] (from the United States), Sabbat (from Great Britain),[50] Tormentor (from Hungary), Sarcófago (from Brazil), Grotesque[51][52] and Treblinka[52][53]/early Tiamat[51][54] (from Sweden).

Other early black metal bands include Sabbat (formed 1983 in Japan),[55] Parabellum (formed 1983 in Colombia),[56] Salem (formed 1985 in Israel) and Mortuary Drape (formed 1986 in Italy).[57] Japanese band Sigh formed in 1990 and was in regular contact with key members of the Norwegian scene. Their debut album, Scorn Defeat, became "a cult classic in the black metal world."[58]

In the years before the Norwegian black metal scene arose, important recordings were released by Root and Master's Hammer (from Czechoslovakia), Von (from the United States), Rotting Christ (from Greece), Samael (from Switzerland) and Blasphemy (from Canada), whose debut album Fallen Angel of Doom (1990) is considered one of the most influential records for the war metal style[59] (also known as war black metal[60] or bestial black metal).[61] Fenriz of the Norwegian band Darkthrone called Master's Hammer's debut album Ritual "the first Norwegian black metal album, even though they are from Czechoslovakia".[62]

In 1990 and 1991, Northern European metal-musicians began to release music influenced by these bands or the older ones from the first wave. In Sweden, this included Marduk, Dissection, Nifelheim and Abruptum. In Finland, there emerged a scene that mixed first wave black metal influences with elements of death metal and grindcore; this included Beherit, Archgoat and Impaled Nazarene, whose debut album Tol Cormpt Norz Norz Norz Rock Hard journalist Wolf-Rüdiger Mühlmann considers a part of war metal's roots.[63] Bands such as Demoncy and Profanatica emerged during this time in the United States, when death metal was more popular among extreme metal fans. The Norwegian band Mayhem's concert in Leipzig with Eminenz and Manos in 1990, later released as Live in Leipzig, was said to have had a strong influence on the East German scene[64] and is even called the unofficial beginning of German black metal.[65]

Second wave

The second wave of black metal began in the early 1990s and was spearheaded by the Norwegian black metal scene. During 1990–1993, a number of Norwegian artists began performing and releasing a new kind of black metal music; this included Darkthrone, Burzum, Immortal, Satyricon, Mayhem, Enslaved, Thorns, Gorgoroth, Carpathian Forest and Emperor. They developed the style of their 1980s forebears into a distinct genre. This was partly thanks to a new kind of guitar playing developed by Snorre 'Blackthorn' Ruch of Stigma Diabolicum-Thorns and Øystein 'Euronymous' Aarseth of Mayhem.[10][17] Fenriz of Darkthrone described it as being "derived from Bathory"[66] and noted that "those kinds of riffs became the new order for a lot of bands in the '90s".[67] The wearing of corpse paint became standard, and was a way for many black metal artists to distinguish themselves from other metal bands of the era.[27] The scene also had an ideology and ethos. Artists were bitterly opposed to Christianity and presented themselves as misanthropic Devil worshippers who wanted to spread terror, hatred and evil. They professed to be serious in their views and vowed to act on them. Ihsahn of Emperor said that they sought to "create fear among people"[68] and "be in opposition to society".[69] The scene was exclusive and created boundaries around itself, incorporating only those who were "true" and attempting to expel all "posers".[70] Some members of the scene were responsible for a spate of church burnings and murder, which eventually drew attention to it and led to a number of artists being imprisoned.

Helvete and Deathlike Silence

During May–June 1991,[71] Euronymous of Mayhem opened an independent record shop named Helvete (Norwegian for hell) in Oslo. It quickly became the focal point of Norway's emerging black metal scene and a meeting place for many of its musicians; especially the members of Mayhem, Burzum, Emperor and Thorns.[72] Jon 'Metalion' Kristiansen, writer of the fanzine Slayer, said that the opening of Helvete was "the creation of the whole Norwegian black metal scene".[34] In its basement, Euronymous founded an independent record label named Deathlike Silence Productions. With the rising popularity of his band and others like it, the underground success of Euronymous's label is often credited for encouraging other record labels, who had previously shunned black metal acts, to then reconsider and release their material.

Dead's suicide

On 8 April 1991, Mayhem vocalist Per Yngve Ohlin (who called himself Dead) committed suicide while alone in a house shared by the band.[73][74] Fellow musicians described Dead as odd, introverted and depressed. Before going onstage he went to great lengths to make himself look like a corpse and would cut his arms while singing.[17] Mayhem's drummer, Hellhammer, said that Dead was the first to wear the distinctive corpse paint that became widespread in the scene.[75]

He was found with slit wrists and a shotgun wound to the head. Dead's suicide note apologized for firing the weapon indoors and ended: "Excuse all the blood".[74][76] Before calling the police, Euronymous bought a disposable camera and photographed the body,[77] after re-arranging some items. One of these photographs was later used as the cover of a bootleg live album, Dawn of the Black Hearts.[75]

In time, rumors spread that Euronymous had made a stew with bits of Dead's brain and had made necklaces with bits of his skull.[27][73] Euronymous gave some of these necklaces to musicians he deemed worthy.[9] He used Dead's suicide to foster Mayhem's evil image and claimed Dead had killed himself because extreme metal had become trendy and commercialized.[78] Mayhem bassist Jørn 'Necrobutcher' Stubberud noted that "people became more aware of the black metal scene after Dead had shot himself [...] I think it was Dead's suicide that really changed the scene".[79]

Two other members of the early Norwegian scene would later commit suicide: Erik 'Grim' Brødreskift (of Immortal, Borknagar, Gorgoroth) in 1999[80][81][82] and Espen 'Storm' Andersen (of Strid) in 2001.[83]

Church burnings

In 1992, members of the Norwegian black metal scene began a wave of arson attacks on Christian churches. By 1996, there had been at least 50 such attacks in Norway.[72] Some of the buildings were hundreds of years old and seen as important historical landmarks. The first to be burnt down was Norway's Fantoft stave church. Police believe Varg Vikernes of Burzum was responsible.[72] The cover of Burzum's EP Aske ("ashes") is a photograph of the destroyed church. In May 1994, Vikernes was found guilty for burning down Holmenkollen Chapel, Skjold Church and Åsane Church.[66][84] To coincide with the release of Mayhem's De Mysteriis Dom Sathanas, Vikernes and Euronymous had also allegedly plotted to bomb Nidaros Cathedral, which appears on the album cover. The musicians Faust,[85] Samoth,[86] (both of Emperor) and Jørn Inge Tunsberg (of Hades Almighty)[86][72] were also convicted for church arsons. Members of the Swedish scene started to burn churches in 1993.[87]

Those convicted for church burnings showed no remorse and described their actions as a symbolic "retaliation" against Christianity in Norway.[88] Mayhem drummer Hellhammer said he had called for attacks on mosques and Hindu temples, on the basis that they were more foreign.[89] Today, opinions on the church burnings differ within the black metal community. Many, such as Infernus and Gaahl of Gorgoroth, continue to praise the church burnings, with the latter saying "there should have been more of them, and there will be more of them".[9] Others, such as Necrobutcher and Kjetil Manheim of Mayhem and Abbath of Immortal,[9] see the church burnings as having been futile. Manheim claimed that many arsons were "just people trying to gain acceptance" within the black metal scene.[73] Watain vocalist Erik Danielsson respected the attacks, but said of those responsible: "the only Christianity they defeated was the last piece of Christianity within themselves. Which is a very good beginning, of course".[90]

Murder of Euronymous

In early 1993, animosity arose between Euronymous and Vikernes.[91] On the night of 10 August 1993, Varg Vikernes (of Burzum) and Snorre 'Blackthorn' Ruch (of Thorns) drove from Bergen to Euronymous's apartment in Oslo. When they arrived a confrontation began and Vikernes stabbed Euronymous to death. His body was found outside the apartment with 23 cut wounds – two to the head, five to the neck, and sixteen to the back.[92]

It has been speculated that the murder was the result of either a power struggle, a financial dispute over Burzum records or an attempt at outdoing a stabbing in Lillehammer the year before by Faust.[93] Vikernes denies all of these, claiming that he attacked Euronymous in self-defense. He says that Euronymous had plotted to stun him with an electroshock weapon, tie him up and torture him to death while videotaping the event.[66] He said Euronymous planned to use a meeting about an unsigned contract to ambush him.[66][94] Vikernes claims he intended to hand Euronymous the signed contract that night and "tell him to fuck off", but that Euronymous panicked and attacked him first.[94] He also claims that most of the cuts were from broken glass Euronymous had fallen on during the struggle.[94] The self-defense story is doubted by Faust[95] and other members of the scene.

Vikernes was arrested on 19 August 1993, in Bergen.[96] Many other members of the scene were taken in for questioning around the same time. Some of them confessed to their crimes and implicated others. In May 1994, Vikernes was sentenced to 21 years in prison (Norway's maximum penalty) for the murder of Euronymous, the arson of four churches, and for possession of 150 kg of explosives. However, he only confessed to the latter. Two churches were burnt the day he was sentenced, "presumably as a statement of symbolic support".[86] Vikernes smiled when his verdict was read and the picture was widely reprinted in the news media. Blackthorn was sentenced to eight years in prison for being an accomplice to the murder.[86] That month saw the release of Mayhem's album De Mysteriis Dom Sathanas, which featured Euronymous on guitar and Vikernes on bass guitar.[17] Euronymous's family had asked Mayhem's drummer, Hellhammer, to remove the bass tracks recorded by Vikernes, but Hellhammer said: "I thought it was appropriate that the murderer and victim were on the same record".[17] In 2003, Vikernes failed to return to Tønsberg prison after being given a short leave. He was re-arrested shortly after while driving a stolen car with various weapons.[97] Vikernes was released on parole in 2009.[98][99]

The second wave outside Norway

Black metal scenes also emerged on the European mainland during the early 1990s, inspired by the Norwegian scene or the older bands, or both. In Poland, a scene was spearheaded by Graveland and Behemoth. In France, a close-knit group of musicians known as Les Légions Noires emerged; this included artists such as Mütiilation, Vlad Tepes, Belketre and Torgeist. In Belgium, there were acts such as Ancient Rites and Enthroned. Bands such as Black Funeral, Grand Belial's Key and Judas Iscariot emerged during this time in the United States.

A notable black metal group in England at the time was Cradle of Filth, who released three demos in a black/death metal style with symphonic flourishes, followed by a studio album, which featured a then-unusual hybrid style of black and gothic metal. The band then abandoned black metal for gothic metal,[100] becoming one of the most successful extreme metal bands to date. John Serba of AllMusic commented that their first album "made waves in the early black metal scene, putting Cradle of Filth on the tips of metalheads' tongues, whether in praise of the band's brazen attempts to break the black metal mold or in derision for its 'commercialization' of an underground phenomenon that was proud of its grimy heritage [...]".[101] Another English band called Necropolis never released any music, but "began a desecratory assault against churches and cemeteries in their area" and "almost caused Black Metal to be banned in Britain as a result".[102]

The controversy surrounding Absurd drew attention to the German black metal scene. In 1993, the members murdered a boy from their school, Sandro Beyer.[103] A photo of Beyer's gravestone is on the cover of one of their demos,[104] Thuringian Pagan Madness, along with pro-Nazi statements. It was recorded in prison and released in Poland by Graveland drummer Capricornus.[105] The band's early music, however, was more influenced by Oi! and Rock Against Communism (RAC) than by black metal,[106] and described as being "more akin to '60s garage punk than some of the […] Black Metal of their contemporaries".[107] Alexander von Meilenwald from German band Nagelfar considers Ungod's 1993 debut Circle of the Seven Infernal Pacts, Desaster's 1994 demo Lost in the Ages, Tha-Norr's 1995 album Wolfenzeitalter, Lunar Aurora's 1996 debut Weltengänger and Katharsis's 2000 debut 666[108] to be the most important recordings for the German scene.[64] He said they were "not necessarily the best German releases, but they all kicked off something".[64]

After the second wave

In the beginning of the second wave, the different scenes developed their own styles; as Alan 'A. A. Nemtheanga' Averill says, "you had the Greek sound and the Finnish sound, and the Norwegian sound, and there was German bands and Swiss bands and that kind of thing".[10] By the mid-1990s, the style of the Norwegian scene was being adopted by bands worldwide, and in 1998, Kerrang! journalist Malcolm Dome said that "black metal as we know it in 1998 owes more to Norway and to Scandinavia than any other particular country".[72] Newer black metal bands also began raising their production quality and introducing additional instruments such as synthesizers and even full-symphony orchestras.

By the late 1990s, the underground concluded that many of the Norwegian pioneers, like Emperor,[60][109] Immortal,[60][109] Dimmu Borgir,[109] Ancient,[60][109] Covenant/The Kovenant,[109] and Satyricon,[60] had commercialized[60][109] or sold out to the mainstream media and "big bastard labels".[109]

After Euronymous's death, "some bands went more towards the Viking metal and epic style, while some bands went deeper into the abyss".[90] Since 1993, the Swedish scene had carried out church burnings, grave desecration and other violent acts. In 1995, Jon Nödtveidt of Dissection joined the Misanthropic Luciferian Order (MLO).[110] In 1997, he and another MLO member were arrested and charged with shooting dead a 37-year-old man. It was said he was killed "out of anger" because he had "harassed" the two men. Nödtveidt received a 10-year sentence.[111] As the victim was a homosexual immigrant, Dissection was accused of being a Nazi band,[112] but Nödtveidt denied this and dismissed racism and nationalism.[112][113] The Swedish band Shining, founded in 1996, began writing music almost exclusively about depression and suicide, musically inspired by Strid and by Burzum's albums Hvis lyset tar oss and Filosofem.[114] Vocalist Niklas Kvarforth wanted to "force feed" his listeners "with self-destructive and suicidal imagery and lyrics".[90] In the beginning he used the term "suicidal black metal" for his music.[90][115] However, he stopped using the term in 2001 because it had begun to be used by a slew of other bands, whom he felt had misinterpreted his vision[90][115] and were using the music as a kind of therapy[90][115] rather than a weapon against the listener as Kvarforth intended.[115] He said that he "wouldn't call Shining a black metal band" and called the "suicidal black metal" term a "foolish idea".[90]

According to Erik Danielsson, when his band Watain formed in 1998 there were very few bands who took black metal as seriously as the early Norwegian scene had.[90] A newer generation of Swedish Satanic bands like Watain and Ondskapt, supposedly inspired by Ofermod,[116][117] the new band of Nefandus member Belfagor, put this scene "into a new light". Kvarforth said, "It seems like people actually [got] afraid again".[90] "The current Swedish black metal scene has a particularly ambitious and articulate understanding of mysticism and its validity to black metal. Many Swedish black metal bands, most notably Watain and Dissection, are [or were] affiliated with the Temple of the Black Light, or Misanthropic Luciferian Order […], a Theistic, Gnostic, Satanic organization based in Sweden."[118] Upon his release in 2004, Jon Nödtveidt restarted Dissection with new members whom he felt were able to "stand behind and live up to the demands of Dissection's Satanic concept".[119] He started calling Dissection "the sonic propaganda unit of the MLO"[120][121] and released a third full-length album, Reinkaos. The lyrics contain magical formulae from the Liber Azerate and are based on the organization's teachings.[122] After the album's release and a few concerts, Nödtveidt said that he had "reached the limitations of music as a tool for expressing what I want to express, for myself and the handful of others that I care about" and disbanded Dissection[121] before committing suicide.[123]

A part of the underground scene adopted a Jungian interpretation of the church burnings and other acts of the early scene as the re-emergence of ancient archetypes, which Kadmon of Allerseelen and the authors of Lords of Chaos had implied in their writings,[124][35] and mixed this interpretation with Paganism and an interest in Nationalism.[35] Varg Vikernes was seen as "an ideological messiah" by some,[125] although Vikernes had disassociated himself from black metal[125][126] and his neo-Nazism had nothing to do with that subculture.[126] This led to the rise of National Socialist black metal (NSBM), which Hendrik Möbus of Absurd calls "the logical conclusion" of the Norwegian black metal "movement".[35] Other parts of the scene oppose NSBM as it is "indelibly linked with Asá Trŭ and opposed to Satanism", or look upon Nazism "with vague skepticism and indifference".[127] Members of the NSBM scene, among others, see the Norwegian bands as poseurs whose "ideology is cheap", although they still respect Vikernes and Burzum, whom Grand Belial's Key vocalist Richard Mills called "the only Norwegian band that remains unapologetic and literally convicted of his beliefs".[125]

In France, besides Les Légions Noires (The Black Legions), a NSBM scene arose. Members of French band Funeral desecrated a grave in Toulon in June 1996, and a 19-year-old black metal fan stabbed a priest to death in Mulhouse on Christmas Eve 1996.[128] According to MkM of Antaeus, the early French scene "was quite easy to divide: either you were NSBM and you had the support from zine and the audience, or you were part of the black legions and you had that 'cult' aura".[129] Many French bands, like Deathspell Omega and Aosoth, have an avantgarde approach[130] and a disharmonic sound that is representative of that scene.[131]

In Australia, a scene led by bands like Deströyer 666, Vomitor, Hobbs' Angel of Death, Nocturnal Graves and Gospel of the Horns arose. This scene's typical style is a mixture of old school black metal and raw thrash metal influenced by old Celtic Frost, Bathory, Venom and Sodom but also with its own elements.[132]

The early American black metal bands remained underground. Some of them—like Grand Belial's Key and Judas Iscariot—joined an international NSBM organization called the Pagan Front, although Judas Iscariot sole member Akhenaten left the organization.[133] Other bands like Averse Sefira never had any link with Nazism.[133] The US bands have no common style. Many were musically inspired by Burzum but did not necessarily adopt Vikernes's ideas.[133] Profanatica's music is close to death metal,[134] while Demoncy were accused of ripping off Gorgoroth riffs.[135] There also emerged bands like Xasthur and Leviathan[30] (whose music is inspired by Burzum[133] and whose lyrics focus on topics like suicide),[136][137] Nachtmystium,[30] Krallice,[30][138] Wolves in the Throne Room[30][138] (a band linked to the crust punk scene and the environmental movement),[139] and Liturgy (whose frontman Hunter Hunt-Hendrix wants to replace traditional black metal's "death and atrophy" with "life and hypertrophy").[30][140] These bands eschew black metal's traditional lyrical content for "something more Whitman-esque"[30] and have been rejected by some traditional black metallers for their ideologies[141] and the post-rock and shoegazing influences some of them have adopted.[138]

The year 1993 saw the formation of Melechesh in Jerusalem, "undoubtedly the first overtly anti-Christian band to exist in one of the holiest cities in the world".[142] Melechesh began as a straightforward black metal act with their first foray into folk metal occurring on the title track of their 1996 EP The Siege of Lachish.[143] Their subsequent albums saw the group straddling the boundaries between black, death, and thrash metal.[144] A younger band, Arallu, was formed in the late 1990s and has relationships with both Melechesh and Salem.[145][146] Both Melechesh and Arallu perform a style they describe as "Mesopotamian Black Metal", a blend of black metal with Mesopotamian folk music.[142][146]

Since the 2000s, a number of anti-Islamic and anti-religious black metal bands—whose members come from Muslim backgrounds—have emerged in the Middle East. Janaza, believed to be Iraq's first female black metal artist, released the demo Burning Quran Ceremony in 2010. Its frontwoman, Anahita, said that her parents and brother were killed by a suicide bomb during the Iraq War. Another Iraqi band, Seeds of Iblis, released their debut EP Jihad Against Islam in 2011 through French label Legion of Death. These bands, along with Tadnees (from Saudi Arabia), False Allah (from Bahrain) and Mosque of Satan (from Lebanon), style themselves as the "Arabic Anti-Islamic Legion". Another Lebanese band, Ayat, drew much attention with their debut album Six Years of Dormant Hatred, released through North American label Moribund Records in 2008.[147]

Stylistic divisions

Regarding the sound of black metal, there are two conflicting groups within the genre: "those that stay true to the genre's roots, and those that introduce progressive elements".[27] The former believe that the music should always be minimalist – performed only with the standard guitar-bass-drums setup and recorded in a low fidelity style. One supporter of this train of thought is Blake Judd of Nachtmystium, who has rejected labeling his band black metal for its departure from the genre's typical sound.[148] Snorre Ruch of Thorns, on the other hand, has said that modern black metal is "too narrow" and believes that this was "not the idea at the beginning".[149]

Since the 1990s, different styles of black metal have emerged and some have melded Norwegian-style black metal with other genres.

  • Ambient black metal is a subgenre of black metal which relies on heavy incorporation of atmospheric, sometimes dreamy textures, therefore moving into a less aggressive direction. It often features synthesizers or classical instrumentation, typically for melody or ethereal "shimmering" over the wall of sound provided by the guitars. The music is usually slow to mid paced with rare blast beat usage, without any abrupt changes and generally features slowly developing, sometimes repetitive melodies and riffs, which separate it from other black metal styles. Subject matter usually concerns nature, folklore, mythology, and personal introspection.[150] Artists include Agalloch[151] and Wolves in the Throne Room.[151]
  • Black 'n' roll is a style of black metal that incorporates elements from 1970's hard rock and glam rock,[152] as well as rock and roll music.[153] Examples of black 'n' roll bands include Kvelertak,[154] Vreid[155] and Khold.[153][156] Bands such as Satyricon,[153][157][158] Darkthrone,[159] Nachtmystium,[160] Nidingr,[161] Craft[153] and Sarke also experimented with the genre.[162]
  • Black-doom (or blackened doom) melds doom metal with black metal.[163][164] Examples of blackened doom bands are Barathrum,[165] Forgotten Tomb, Woods of Ypres[166] and Katatonia.[167]
  • Blackened death metal melds death metal with black metal.[168][169] Examples of blackened death metal bands are Belphegor,[170] Behemoth,[171] Akercocke[172] and Sacramentum.[173]
  • Blackgaze incorporates heavier elements common of black metal such as blast beat drumming and high-pitched screamed vocals with melodic elements and heavily distorted guitar styles typically associated with shoegazing.[174] It is associated with bands such as Deafheaven[175] and Alcest.[176]
  • Pagan metal is metal music with lyrics and imagery that focus on paganism. The Norwegian band In the Woods... was one of the first bands commonly viewed as pagan metal.[177] In the mid-1990s, Irish bands such as Cruachan[178] and Primordial[177][179] began to combine black metal with Irish folk music.
  • Symphonic black metal is a style of black metal that incorporates symphonic and orchestral elements. This may include the usage of instruments found in symphony orchestras (piano, violin, cello, flute and keyboards), "clean" or operatic vocals and guitars with less distortion.
  • Viking metal is characterized by a common lyrical and thematic focus on Norse mythology, Norse paganism, and the Viking Age. With origins in black metal and Nordic folk music, it is typically manifested as Nordic folk-influenced black metal. Some common traits include a slow paced and heavy riffing style, anthemic choruses, use of both clean and harsh vocals, a frequent reliance on folk instrumentation, and, often, the use of keyboards for atmospheric effect. Viking metal developed in the 1980s through the mid-1990s as a rejection of Satanism and the occult, instead embracing the Vikings and paganism as the leaders of opposition to Christianity. It is similar, in lyrics, sound, and thematic imagery, to pagan metal, but pagan metal has a broader mythological focus and utilizes folk instrumentation more extensively. The origin of Viking metal can be traced to the albums Blood Fire Death (1988) and Hammerheart (1990) by Swedish band Bathory.[180] Enslaved, Burzum, Emperor, Storm and Falkenbach helped further develop the genre in the early through mid-1990s. Though originated from black metal, some death metal bands such as Unleashed and Amon Amarth are included in the style.
  • War metal,[59] also known as war black metal[60] or bestial black metal,[61] is an aggressive,[60] cacophonous[59] and chaotic[59][60] black metal style, described by Rock Hard journalist Wolf-Rüdiger Mühlmann as "rabid"[60] and "hammering".[60] Important influences include first wave band Sodom,[59][60] first wave/death metal band Possessed[60] as well as old grindcore, black and death metal bands like Repulsion,[59][60] Autopsy,[60] Sarcófago[59][60][61][63] and the first two Sepultura releases.[60][63] War metal bands include Blasphemy,[59][60][63] Archgoat,[60] Impiety,[60] In Battle,[181] and Zyklon-B.[182]

Ideology

Unlike other kinds of metal, black metal is associated with an ideology and ethos. It is fiercely opposed to Christianity[9] and the other main institutional religions. Many black metal bands are Satanists and see Satanism as a key part of black metal. Others advocate ethnic Paganism, "often coupled with nationalism",[183] although the early Pagan bands did not call themselves 'black metal'.[177][184][185]

Individualism is also an important part of black metal,[9] with Fenriz of Darkthrone describing black metal as "individualism above all".[186] However, followers of Euronymous tended to be anti-individualistic,[187] and it has been noted that "Black Metal is characterized by a conflict between radical individualism and group identity and by an attempt to accept both polarities simultaneously".[188] Black metal also tends to be misanthropic and hostile to modern society.[27] It is "a reaction against the mundanity, insincerity and emotional emptiness that participants feel is intrinsic to modern secular culture".[189] Aaron Weaver from Wolves in the Throne Room said: "black metal is an artistic movement that is critiquing modernity on a fundamental level, saying that the modern world view is missing something".[190] As part of this, black metal glorifies nature and has a fascination with the distant past.[188][191] Sam Dunn noted that "unlike any other heavy metal scene, the culture and the place is incorporated into the music and imagery".[9]

In his master thesis, Benjamin Hedge Olson writes that some artists can be seen as transcendentalists. Dissatisfied with a "world that they feel is devoid of spiritual and cultural significance",[192] they try to leave or "transcend" their "mundane physical forms" and become one with the divine.[193] This is done through their concerts, which he describes as "musical rituals" that involve self-mortification and taking on an alternative, "spiritual persona" (for example by the wearing of costume and face paint).[194]

Satanism

Black metal was originally a term for extreme metal bands with Satanic lyrics and imagery. However, most of the 'first wave' bands (including Venom, who coined the term 'black metal') were not Satanists and merely used it to provoke. One of the few exceptions was Mercyful Fate singer and Church of Satan member King Diamond, whom Michael Moynihan calls "one of the only performers of the '80s Satanic metal who was more than just a poseur using a devilish image for shock value".[195]

In the early 1990s, many Norwegian black metalers presented themselves as genuine Devil worshippers.[196] Mayhem's Euronymous was the key figure behind this.[187] They attacked the Church of Satan for its "freedom and life-loving" views;[197] the theistic Satanism they espoused was an inversion of Christianity. Benjamin Hedge Olson wrote that they "transform[ed] Venom's quasi-Satanic stage theatrics into a form of cultural expression unique from other forms of metal or Satanism" and "abandoned the mundane identities and ambitions of other forms of metal in favor of religious and ideological fanaticism".[187] Some prominent scene members—such as Euronymous and Faust[15][48]—stated that only bands who are Satanists can be called 'black metal'. Bands with a Norwegian style, but without Satanic lyrics, tended to use other names for their music.[177][184][185] This view is still held by many artists – such as Infernus,[198] Arioch,[199] Nornagest and Erik Danielsson.[200] Some bands, like the reformed Dissection[119][121] and Watain,[201] insist that all members must be of the same Satanic belief, whereas Michael Ford of Black Funeral[202] and MkM of Antaeus[203] believe black metal must be Satanic but not all band members need to be Satanists. Others—such as Jan Axel Blomberg,[204] Sigurd Wongraven[27] and Eric Horner[205]—believe that black metal does not need to be Satanic. An article in Metalion's Slayer fanzine attacked musicians that "care more about their guitars than the actual essence onto which the whole concept was and is based upon", and insisted that "the music itself doesn't come as the first priority".[206] Bands with a similar style but with Pagan lyrics tend to be referred to as 'Pagan Metal' by many 'purist' black metalers.[207]

Others shun the belief in Satan, seeing it as "Judeo-Christian" in origin,[208][209] and regard Satanists as perpetuating, and playing a part in, the "Judeo-Christian" worldview.[210] Quorthon of Bathory said he used 'Satan' to provoke and attack Christianity. However, with his third and fourth albums he began "attacking Christianity from a different angle", realizing that Satanism is a "Christian product".[209] Nevertheless, some artists use Satan as a symbol or metaphor for their beliefs. This includes LaVeyan Satanists (who are atheist) and others. Vocalist Gaahl, who considers himself a Norse Shaman,[211] said: "We use the word 'Satanist' because it is Christian world and we have to speak their language [...] When I use the word 'Satan', it means the natural order, the will of a man, the will to grow, the will to become the superman".[212] Varg Vikernes called himself a Satanist in early interviews but "now downplays his former interest in Satanism", saying he was using Satan as a symbol for Odin as the 'adversary' of the Christian God.[213] He saw Satanism as "an introduction to more indigenous heathen beliefs".[214] Despite the high amount of Satanism in black metal, some black metal bands such as Carach Angren,[215] Immortal[216] and Enslaved[217][218] don't have Satanic-themed lyrics and have lyrics with completely different themes.

Neo-Nazism

National Socialist black metal (NSBM) is black metal by artists who promote neo-Nazism or similar beliefs through their lyrics and imagery. Their ideology typically melds aspects of neo-Nazism or White nationalism with ethnic European paganism. However, some bands meld these beliefs with Satanism or occultism. Some commentators see this ideology as a natural extension of the black metal worldview. Varg Vikernes is credited with popularizing such views within the scene,[219][220] although he now refers to his ideology as 'Odalism'.[221] The NSBM movement began to emerge in the mid-1990s and was spearheaded by artists such as Absurd (from Germany), Graveland, Infernum and Veles (from Poland), Nokturnal Mortum (from Ukraine) and Grand Belial's Key (from USA). It is particularly strong in the former Eastern Bloc. Some black metal bands have made references to Nazi Germany for shock value, causing them to be wrongly labeled as NSBM.

NSBM artists are a small minority within black metal, according to Mattias Gardell[222] and Benjamin Hedge Olson.[223] They have been criticized by some prominent and influential black metal artists – including Jon Nödtveidt,[113] Tormentor,[224] King ov Hell,[12] Infernus,[13] Dark Funeral,[10][225] Richard Lederer,[226] Michael Ford,[227] and Arkhon Infaustus.[10] Some liken Nazism to Christianity in that it is authoritarian, collectivist, and a "herd mentality".[113][224] Olson writes that the shunning of Nazism within the scene "has nothing to do with notions of a 'universal humanity' or a rejection of hate" but that Nazism is shunned "because its hatred is too specific and exclusive".[228]

Marxism and anarchism

Red and anarchist black metal, often shortened to the acronym RABM, is black metal in which the artists espouse various far-left and environmentalist ideologies such as anarchism, Marxism, and green anarchism.[229] It emerged as an amalgamation of black metal with anarchist crust punk,[229][230] and typically eschews the traditional Satanic and nihilist lyrics of black metal.[229][231] While some artists, such as Iskra, Panopticon, and Skagos, overtly endorse political agendas and manifestos, others, such as Wolves in the Throne Room and some other Cascadian artists, would not explicitly associate with the red or anarchist label.[229] Other RABM artists include Storm of Sedition,[230] Not A Cost,[230] Black Kronstadt,[230] Crepehanger,[230] Leper,[230] Mutiny,[230] Fauna,[231] and Vidargangr.[232]

Unblack metal

Since the mid-1990s, there have been a few artists who have adopted the typical black metal sound and aesthetic, but promote Christianity through their lyrics and imagery.[233] These artists have been labelled 'unblack metal'. The first unblack metal record was Hellig Usvart (1994) by Australian artist Horde. It was seen as a provocative parody of Norwegian black metal; it included song names such as "Invert the Inverted Cross" and the sole bandmember was credited as Anonymous (a pun on Euronymous). The album caused great controversy and death threats were issued against Horde. Anonymous was later revealed as Jayson Sherlock. Norwegian Christian band Antestor, formed in 1990, released the studio album The Return of the Black Death in 1998, though a bootleg version of what would become its second album, Martyrium, was released in 1994.

Many in the black metal scene see "Christian black metal" as an oxymoron.[234] On the documentary Murder Music: A History of Black Metal (2007), all interviewed musicians stated, when asked about the matter, that black metal cannot be Christian.[27] The term "Christian black metal" drew mocking replies from black metal musicians, for example Martin Walkyier of Sabbat commented: "'Christian black metal?' What do they do? Do they build churches? Do they repair them? (laughs)".[27] In fact, the early unblack metal groups Horde and Antestor refused to call their music "black metal" because they did not share its ethos. Horde called its music "holy unblack metal"[235] and Antestor preferred the term "sorrow metal".[236] Horde member Jayson Sherlock later said "I will never understand why Christians think they can play Black Metal. I really don't think they understand what true Black Metal is."[237] However, many current unblack metal bands, such as Crimson Moonlight, feel that black metal has changed from an ideological movement to a purely musical genre, and that is why they also call their own music black metal.


Quelle: Wikipedia

 

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